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Fluorid

Richtwerte für die Fluoridgesamtzufuhr (Nahrung, Trinkwasser und Supplemente) sowie der Fluoridsupplemente zur Kariesprävention

Alter An­ge­mes­sen­e Fluor­id­ge­samt­zu­fuhr
mg/Taga, b, c
Prak­tisch­e Um­setz­ung in Ab­häng­ig­keit vom Trink­was­ser­fluor­id­ge­halt mit em­pfohl­en­en Nahr­ungs­er­gänz­ung­en in Form von Ta­blet­ten o­der von Fluo­rid­spei­se­salz (250mg/kg)d, e

Trinkwasserfluorid mg/l

< 0,3 0,3–0,7 > 0,7f
m w Fluorid-
speise-
salzg
Tabletten
(mg)
Fluorid-
speise-
salzg
Tabletten
(mg)

Säuglinge
0 bis unter 4 Monate 0,25 Tabl.0,25 0,25 + 0
4 bis unter 12 Monate 0,5 Tabl.0,25 0,25 + 0
Kinder
1 bis unter 4 Jahre 0,7 Tabl.0,25 0,25 + 0
4 bis unter 7 Jahre 1,1 + 0,5 + 0,25
7 bis unter 10 Jahre 1,1 + 1,0 + 0,5
10 bis unter 13 Jahre 2,0 + 1,0 + 0,5
13 bis unter 15 Jahre 3,2 2,9 + 1,0 + 0,5
Jugendliche und Erwachsene
15 bis unter 19 Jahre 3,2 2,9 + 1,0 + 0,5
19 bis unter 25 Jahre 3,8 3,1 + 1,0 + 0,5
25 bis unter 51 Jahre 3,8 3,1 + 1,0 + 0,5
51 bis unter 65 Jahre 3,8 3,1 + 1,0 + 0,5
65 Jahre und älter 3,8 3,1 + 1,0 + 0,5
Schwangere 3,1 + 1,0 + 0,5
Stillende 3,1 + 1,0 + 0,5
aDas Risiko einer Fluoridakkumulation (chronischer Überdosierung) ist wegen der großen Wachstumsrate im ersten Lebenshalbjahr besonders gering. Eine Fluorose der bleibenden Zähne durch Fluoridsupplemente in den ersten 6 Lebensmonaten ist wegen der erst späteren Mineralisation nicht zu erwarten und auch nicht beobachtet worden.
bFluoridzufuhr aus fester Nahrung, Trinkwasser, Getränken und Nahrungsergänzungen. Bei einer längeren Überschreitung der Obergrenzen (etwa 0,1 mg/kg/Tag), besonders im Alter von 2 bis 8 Jahren, ist mit einem zunehmenden Vorkommen von Zahn­schmelzflecken ('Zahnfluorose') zu rechnen.
cEntspricht im Säuglings- und Kindesalter etwa 0,05 mg/kg Körpergewicht
dStandardsituation: Trinkwasserfluorid < 0,3 mg/kg, kein fluoridiertes Speisesalz, keine Spezialdiät. Vor der ärztlichen Verordnung von Fluoridtabletten sollte eine kurze Fluoridanamnese erhoben werden.
eBilanzierte Diäten, z. B. zur Behandlung von Stoffwechselkrankheiten, sind meist mit Spurenelementen, auch Fluorid, ange­reichert. Dann sind zusätzliche Fluoridgaben nicht zu empfehlen. Herstellerangaben sind zu beachten.
fAb einem Trinkwasserfluoridgehalt von 0,7 mg/l sind weder Fluoridtabletten noch -speisesalz zulässig.
gDer Fluoridgehalt von fluoridiertem Speisesalz beträgt in Deutschland 250 mg/kg. Die Zufuhr von Speisesalz im Säuglings- und Kleinkindalter gilt als so gering, dass für diesen Altersbereich zusätz­lich Fluoridtabletten gerechtfertigt erscheinen, auch wenn die Familie fluoridiertes Speisesalz ver­wendet (+).
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