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14. DGE-Ernährungsbericht

  • Übergabe

    14. DGE-Er­nähr­ungs­be­richt ver­öf­fent­licht

    Er­nähr­ungs­si­tu­a­tion und Hand­lungs­em­pfeh­lung­en für die Er­nähr­ungs- und Ge­sund­heits­po­li­tik

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  • Trends im Lebensmittelverbrauch

    Was isst Deutsch­land?

    Ak­tu­el­le Trends im Le­bens­mit­tel­ver­brauch im 14. DGE-Er­nähr­ungs­be­richt

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  • Übergewicht von Schwangeren

    Im­mer mehr Schwang­er­e sind zu dick

    Ak­tu­el­le Da­ten zur Ü­ber­ge­wichts­ent­wick­lung im 14. DGE-Er­nähr­ungs­be­richt

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  • VeChi-Youth-Studie

    Ve­gan, ve­ge­tar­isch, Misch­kost: nur ge­ring­e Un­ter­schie­de…

    Er­geb­nis­se der Ve­Chi-Youth-Stu­di­e im 14. DGE-Er­nähr­ungs­be­richt

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  • Auswirkungen Vitamin D bei versch. Erkrankungen

    Gu­ter Vi­ta­min-D-Sta­tus kann vor a­ku­ten A­tem­wegs­in­fek­tio­nen schütz­en

    Neue Daten zu Vitamin D im 14. DGE-Ernährungsbericht

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  • Grafik: Zusammenhang zwischen Lebensmittelverzehr und ausgewählten Erkrankungen

    Gut für die Ge­sund­heit: Viel Ge­mü­se und Obst, we­ni­ger Fleisch

    Um­brel­la Re­view im 14. DGE-Er­nähr­ungs­be­richt be­stä­tigt ak­tu­el­le Er­nähr­ungs­em­pfeh­lun­gen

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Inhaltsverzeichnis

In Kapitel 1 des 14. DGE-Ernährungsberichts „Ernährungssituation in Deutschland“ werden die Daten zur Entwicklung des Lebensmittelverbrauchs auf Basis der Agrarstatistik sowie der Entwicklung und Verbreitung von Adipositas fortgeschrieben. Hier liegt der Fokus in diesem DGE-Ernährungsbericht auf der Betrachtung des Körpergewichts von Schwangeren. Das Kapitel enthält darüber hinaus eine Ausarbeitung zum Thema „Misreporting“ auf Basis einer Neuauswertung der Nährstoffzufuhr aus der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II). In Kapitel 1 werden weiterhin die Ergebnisse aus der Ernährungsstudie EsKiMo II zur Nährstoffversorgung und den Rahmenbedingungen des Ernährungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Ein Beitrag des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) beschreibt die Cadmium- und Bleibelastung in Lebensmitteln expositionsrelevanter Lebensmittelgruppen auf Basis von Ergebnissen der BfR-MEAL-Studie. Außerdem werden die Strategien zur Reduktion von Energie, Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten und das Produktmonitoring in Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie auf europäischer Ebene dargestellt und miteinander verglichen.

In Kapitel 2 bis 4 werden Ergebnisse zu eigens für den 14. DGE-Ernährungsbericht vergebenen Forschungsvorhaben präsentiert. Kapitel 2 beschreibt die Ernährungssituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf Grundlage der Daten des NutritionDay-Projekts. Aktuelle Daten zum Stillen und zur Säuglingsernährung in Deutschland aus der Studie SuSe II werden in Kapitel 3 dargestellt. Beide Kapitel wurden bereits vorveröffentlicht. Kapitel 4 zeigt die Ergebnisse der VeChi-Youth-Studie zur Erfassung und zum Vergleich der Nährstoffversorgung und des Ernährungsverhaltens von sich vegan, vegetarisch und omnivor ernährenden Kindern und Jugendlichen.

Abschließend liefert Kapitel 5 Ergebnisse dreier sogenannter Umbrella Reviews  zur verfügbaren Evidenz hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen ausgewählten Ernährungsfaktoren und definierten Gesundheitsoutcomes. Es wird zum einen der Zusammenhang zwischen dem Gemüse-, Obst- und Fleischverzehr und dem Risiko für die ernährungsmitbedingten Erkrankungen analysiert. Weiterhin wird die Studienlage bezüglich verschiedener Ernährungsfaktoren und neurodegenerativen Erkrankungen zusammengefasst. Ein weiterer Umbrella Review untersucht zudem die Auswirkungen des Vitamin D Status auf die Vorbeugung und Behandlung ausgewählter extraskelettaler Erkrankungen.

Vorveröffentlichungen

Kapitel 3 - „Studie zur Erhebung von Daten zum Stillen und zur Säuglingsernährung in Deutschland – SuSe II“

Wie werden Säuglinge im ersten Lebensjahr in Deutschland ernährt? Und wie steht es um die Stillförderung in deutschen Kliniken? Antworten auf diese Fragen liefert die Vorveröffentlichung von Kapitel 3 des 14. DGE-Ernährungsberichts.

Das Team um Frau Professorin Kersting und Herrn Professor Lücke des Forschungsdepartments für Kinderernährung an der Universitätskinderklinik Bochum befragte hierzu Geburtskliniken sowie Mütter zu mehreren Zeitpunkten ab der Entbindung bis zum Ende des ersten Lebensjahres der Säuglinge.

Als Nachfolgestudie von SuSe I, lassen sich durch SuSe II zudem die Entwicklungen im Bereich des Stillens und der Säuglingsernährung in den letzten 20 Jahren beschreiben und aktuelle Empfehlungen zur Stillförderung ableiten.

 

Kapitel 2 - Ernährungs­situation in Krankenhäusern und Pflegeheimen – Auswertung der nutritionDay-Daten für Deutschland

In diesem Kapitel werden die seit 2006 erhobenen und für den 14. DGE-Ernährungsbericht erstmals systematisch ausgewerteten nutritionDay-Daten zur Prävalenz von Mangelernährung sowie zu bestehenden Versorgungsstrukturen in Kliniken und Pflegeheimen in Deutschland dargestellt. Mithilfe dieser Daten wird die nationale Situation in diesen Einrichtungen charakterisiert, es werden internationale Vergleiche gezogen und letztlich Handlungsempfehlungen abgeleitet, die zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen und so der Ernährungsversorgung beitragen sollen.

Das Vorhaben wurde von Frau Professorin Dorothee Volkert vom Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in enger Zusammenarbeit mit nutritionDay Wien, der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) und der DGE durchgeführt.

Ausgewählte Ergebnisse zur Ernährungssituation in deutschen Kliniken, die im Rahmen der bundesweiten Initiative am nutritionDay 2018 gewonnen wurden, fasst der Beitrag „Ernährungssituation in Krankenhäusern in Deutschland – Ergebnisse des nutritionday-Projekts 2018“ in der Ernährungs Umschau zusammen.

 

Forschungsvorhaben für den 14. DGE-Ernährungsbericht

Ernährungssituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen – Auswertung der nutritionDay-Daten für Deutschland

Mangelernährung führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko, beeinflusst die Wundheilung des Patienten negativ, verlängert Krankenhausaufenthalte und ist mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden. Es handelt sich um ein unterschätztes öffentliches Gesundheitsproblem in Kliniken und Pflegeeinrichtungen und ist zu einer enormen wirtschaftlichen Belastung geworden. Zwei Bevölkerungsgruppen haben ein besonders hohes Risiko: stationäre Patienten und Bewohner von Pflegeheimen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, Patienten und Pflegeheimbewohner bei Gefahr von Mangelernährung in einem frühen Stadium zu identifizieren, um negative Auswirkungen zu vermeiden.

Um aktuelle und umfangreiche Daten zur Prävalenz von Mangelernährung in Krankenhäusern, Pflegeheimen und auf Intensivstationen, sowie bestehende Versorgungsstrukturen in Deutschland zu erfassen, wird in Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichtes, das Projekt „Ernährungssituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen – Auswertung der nutritionDay-Daten für Deutschland“ durchgeführt.

Der nutritionDay worldwide (nDay) dient bei dieser Aktion als Instrument zur Datenerfassung. nDay ist eine jährliche Fragebogenerhebung die weltweit seit über 10 Jahren erfolgreich durchgeführt wird – bisher in über 7000 Gesundheitseinrichtungen in 63 Ländern. Die speziell entwickelten Fragebögen sind in über 30 Sprachen verfügbar und schaffen eine gemeinsame Basis, um Daten zur Mangelernährung national und international zu erheben und zu vergleichen.

Die Darstellung der Ergebnisse im 14. DGE-Ernährungsbericht erlaubt die Nutzung neuer Erkenntnisse in Forschung und Politik.

Forschungsnehmer:

Den Zuschlag für die Durchführung erhielt das Institut für Biomedizin des Alterns an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Laufzeit:

November 2017 bis November 2019

Förderung:

Das Projekt „Ernährungssituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen – Auswertung der nutritionDay-Daten für Deutschland“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Nähere Informationen zur Studie und zu den Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter: https://www.nutritionday.org/en/country-specials/index.html

Forschungsvorhaben: Studie zur Erhebung von Daten zum Stillen und zur Säuglingsernährung in Deutschland – SuSe II

 SuSe II LogoEine effektive Stillförderung ist sowohl in Hinblick auf den nutritiven Wert der Muttermilch als auch die gesundheitlichen Vorteile des Stillens für Mutter und Kind wünschenswert. Ernährungswissenschaftler und Mediziner empfehlen eine Phase von vier bis sechs Monaten, in denen das Kind nach der Geburt ausschließlich durch Muttermilch ernährt wird.

Die Realität sah jedoch lange anders aus, ergab vor 20 Jahren die erste bundesweite Studie zu “Stillen und Säuglingsernährung in Deutschland“ (SuSe), die vom damaligen Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (FKE) durchgeführt und im Rahmen des Ernährungsberichts 2000 publiziert wurde. Schon nach wenigen Wochen stillte kaum noch jede zweite Mutter ihr Baby ohne Zufütterung. Beteiligt an der Studie waren damals 170 Kliniken und 1700 Mütter.

Um aktuelle und umfassende Daten zu Stillquoten, Stillverhalten sowie zur Säuglingsernährung zu erheben und einen Vergleich zwischen damaliger und heutiger Situation anzustellen, wird im Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichts eine neue, ebenso groß angelegte Studie durchgeführt (SuSe II). Die überwiegend auf paper-pencil-Methoden basierende Untersuchung im Rahmen der SuSe I wird im Zuge der Neuauflage um eine online-basierte Erhebung und Auswertung der Daten erweitert.  Die Ergebnisse sollen aufzeigen, welche Auswirkungen die Stillförderung in Deutschland hat und zur Entwicklung neuer Ansätze für zukünftige Maßnahmen beitragen.

Forschungsnehmer:

Den Zuschlag für die Durchführung erhielt das neue Forschungsdepartment für Kinderernährung (FKE), das der Universitätskinderklinik Bochum seit 2016 angegliedert ist.

Laufzeit:

Juni 2017 bis März 2019

Förderung:

Die Studie zum Stillverhalten von Müttern in Deutschland wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Nähere Informationen zur Studie finden Sie unter http://www.suse-fke.de

Forschungsvorhaben: Vegetarische Ernährung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – VeChi-Youth-Studie

Vechi Youth StudieVegetarische Ernährungsformen bieten gesundheitliche Vorteile, bergen jedoch für Kinder und Jugendliche aufgrund ihres wachstumsbedingt höheren Bedarfs an bestimmten Nährstoffen das Risiko einer unzureichenden Nährstoffversorgung.  Verfügbare Daten zum Ernährungs- und Gesundheitsstatus vegetarisch bzw. vegan ernährter Kinder und Jugendlicher erlauben bisher keinen Rückschluss auf die aktuelle Situation in Deutschland.

Um diese wichtige Forschungslücke über die gesundheitliche Bedeutung einer veganen oder vegetarischen Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen zu schließen, wird im Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichts eine Querschnittsstudie durchgeführt, in der das Ernährungsverhalten, die Nährstoffversorgung und der Gesundheitsstatus von insgesamt ca. 400 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren, die sich vegan, vegetarisch oder omnivor ernähren, erhoben und verglichen werden soll. An der Multicenter-Studie sind insgesamt 3 Studienzentren (Berlin, Herdecke, Filderstadt) beteiligt. Die Untersuchungs- und Erhebungsmethoden umfassen u. a. standardisierte anthropometrische Messungen zur Beurteilung von Wachstum und Körpergröße, Ernährungsprotokolle zur Bestimmung des Ernährungsverhaltens, Urin- und Blutproben zur Bestimmung des Versorgungsstatus mit potentiell kritischen Nährstoffen sowie Fragebögen u. a. zur Erfassung der körperlichen Aktivität und des sozioökonomischen Status.

Die Ergebnisse sollen einen wichtigen Beitrag zur Bewertung gesundheitlicher Vor- und Nachteile vegetarischer Ernährungsformen im Vergleich zu einer omnivoren Ernährung im Kindes- und Jugendalter leisten und die Ableitung konkreter Empfehlungen sowie Hinweise zur Verbesserung von Beratungsangeboten für diese Personengruppe ermöglichen.

Forschungsnehmer:

Den Zuschlag für die Durchführung erhielt die Bietergemeinschaft der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zusammen mit der Charité Universitätsmedizin Berlin und Immanuel Diakonie Berlin, der Universität Witten/Herdecke sowie der Filderklinik in Filderstadt-Bonlanden.

Laufzeit:

Juni 2017 bis März 2019

Förderung:

Die Studie zur vegetarischen Ernährung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Nähere Informationen zur Studie und zu den Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter https://www.vechi-youth-studie.de/

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Tel: +49 228 3776-600
Fax: +49 228 3776-800

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Projekte der DGE im Rahmen von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert durch das BMEL.

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