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Ordner Referenzwerte(dge) Die Nährstoffe Natrium, Chlorid und Kalium sind lebensnotwendig und gehören zu den wichtigsten Elektrolyten im menschlichen Körper. Doch wofür brauchen wir diese drei Mengenelemente konkret? Sie halten den Wasser,- Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt sowie die Gewebespannung im Körper aufrecht. Natrium und Kalium tragen zudem zum Aufbau der elektrischen Spannung an den Zellmembranen bei und sind daher für die Weiterleitung von Nervenimpulsen und somit für Muskelkontraktionen, Herzfunktion und die Regulation des Blutdrucks von großer Bedeutung. Natrium ist darüber hinaus an aktiven Zelltransporten beteiligt. Chlorid ist Bestandteil der Magensäure, die der Verdauung und der Abwehr von Krankheitserregern dient. Kalium ist als Cofaktor von Enzymen an der Bildung von Protein und Glykogen beteiligt und somit für das Wachstum von großer Bedeutung.

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22.12.2016

Aktuelle Position der Academy of Nutrition and Dietetics zu veganer Ernährung

Die Academy of Nutrition and Dietetics der USA hat ihre neue Position zur veganen Ernährung veröffentlicht. Sie spricht sich dafür aus, dass eine gut geplante vegane Ernährung, die Nährstoffpräparate und angereicherte Lebensmittel einschließt, allen Ernährungsempfehlungen gerecht werden kann und für alle Altersgruppen, einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit, geeignet ist.

Für die DGE ist dies kein Grund, ihre im April ausgesprochene Position zu ändern. Da das Risiko eines Nährstoffmangels in den sensiblen Lebensphasen als hoch eingeschätzt wird, hat sich die DGE auf Grundlage der verfügbaren Daten entschieden, eine vegane Ernährung für diese Bevölkerungsgruppen nicht zu empfehlen. Nach wie vor gibt es für die deutsche Bevölkerung zu wenig Daten, die die Sicherheit einer veganen Ernährung, vor allem für Personen in sensiblen Lebensphasen wie Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder, Jugendliche, bestätigen. Auch zur Nährstoffversorgung von Veganern, insbesondere in Deutschland, ist wenig bekannt, was eine Beurteilung erschwert und entsprechende Studien notwendig macht.

Nordamerikanische Studienergebnisse und Verhältnisse können zudem nicht zwangsläufig auf die deutsche Bevölkerung übertragen werden. Im Vergleich zu Deutschland sind deutlich mehr mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Lebensmittel auf dem Markt. Daher ist die Versorgung mit den kritischen Nährstoffen in diesen Ländern gegebenenfalls einfacher zu realisieren. Diese Unterschiede im Angebot angereicherter Lebensmittel können u. a. die unterschiedliche Bewertung des möglichen Risikos für Gesundheitsstörungen bei veganer Ernährung erklären.

Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets (DOI:10.1016/j.jand.2016.09.025)

Ausgewählte Fragen und Antworten zu veganer Ernährung

Expertengespräch des Kompetenzclusters Diet-Body-Brain am 1. Dezember im BAEN-Café Bonn

„Ernährung, Genom und Gehirn stehen in enger Wechselwirkung“, so DietBB-Experte Prof. Markus Nöthen vom Bonner Institut für Humangenetik. Im BAEN-Café erklärte der Genforscher am Beispiel des milchzuckerspaltenden Enzyms Laktase die Zusammenhänge. „Laktase wurde früher nur von Säuglingen zur Verdauung der Muttermilch benötigt. Im jugendlichen Alter kam es deshalb zur Abschaltung des Gens, das für die körpereigene Herstellung zuständig ist. Mit der Einführung der Viehwirtschaft stand Milch auch bei Erwachsenen auf dem Speiseplan. Wer dann über Laktase verfügte, hatte einen klaren Nährstoffvorteil. Im Laufe der Zeit passte sich das Erbgut durch das Auftreten von Mutationen im Laktase-Gen an und die meisten Menschen produzieren heute auch im höheren Lebensalter ausreichende Mengen des Enzyms.“

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(dge) Ab sofort zeichnet die DGE Betriebe mit einem Logo für „Nachhaltige Verpflegung“ aus. Neun Einrichtungen der DB Gastronomie GmbH, Frankfurt tragen diese als zusätzliches Plus zum DGE-Zertifikat für ein vollwertiges Verpflegungsangebot. DGE-Präsidentin Prof. Ulrike Arens-Azevêdo stellte die Auszeichnung am 10. November 2016 auf der Fachtagung „Gemeinschaftsverpflegung optimieren – nachhaltig handeln“ in Hannover vor. „Damit setzen wir einen neuen Akzent in der Gemeinschaftsverpflegung. Die Betriebe zeigen, dass eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Ernährung beides beinhaltet: Gesundheitsförderung und nachhaltiges Handeln“.

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DGE-Fortbildungsprogramm 2017

Das DGE-Fortbildungsprogramm für das kommende Jahr bietet Interessierten wieder eine große Auswahl an Seminaren und Veranstaltungen. Neben bewährten Angeboten zur Therapie des Diabetes mellitus, zu Ernährung im Alter und Adipositaschirurgie, werden die Themen Glutenfrei essen und leben, Ernährungstherapie bei Demenz, Lebensmittel-unverträglichkeiten bei vegetarischer und veganer Ernährung sowie pflanzliche Öle aufgegriffen. Bei den Methodenseminaren ist „Adipositasberatung unter anderer Perspektive“ erstmalig im Programm.

Auch die DGE-Sektionen laden zu verschiedenen Seminaren und Fachtagungen ein. Hülsenfrüchte, Nahrungsergänzungsmittel, Gluten und Sauermilchprodukte sowie pränatale Programmierung und bariatrische Chirurgie zählen zu den angebotenen Inhalten.

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Seminar des Kompetenzclusters Diet-Body-Brain am 10. Oktober 2016

Diet Body Brain„Wenn renommierte Wissenschaftler unerwartete, bahnbrechende Erkenntnisse an qualifizierte Fachjournalisten liefern, sorgen diese für eine fundierte Aufbereitung und eine massenmediale Verbreitung. So erreichen Forschungsergebnisse idealerweise die breite Öffentlichkeit“, erklärte Volker Stollorz, Redaktionsleiter und Geschäftsführer des Science Media Centers in Köln. Im siebten Seminar des Kompetenzclusters Diet-Body-Brain präsentierte der Biologe den rund 30 Teilnehmern an der Uni Bonn positive und negative Beispiele der

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Prof. Ulrike Arens-Azevêdo neue Präsidentin der DGE

(dge) Die Mitglieder der DGE wählten auf ihrer Jahresversammlung am 6. Oktober in Hamburg Prof. Ulrike Arens-Azevêdo von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg für die nächsten drei Jahre als Präsidentin der DGE. Das Amt eines Vizepräsidenten übernehmen Prof. Dr. Jakob Linseisen vom Helmholtz Zentrum München (HMGU) und Prof. Dr. Stefan Lorkowski von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

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(dge) Sechs Journalisten erhielten heute den DGE Journalisten-Preis 2016. Diesen Preis vergibt die Fachgesellschaft jährlich für wissenschaftlich fundierte, originelle und zielgruppengerecht aufbereitete Arbeiten zu aktuellen Ernährungsthemen. Sie honoriert damit das Engagement der Gewinner im Bereich Ernährungsaufklärung. Über 80 Medienvertreter hatten sich für die mit insgesamt 10 000 EUR dotierten Preise beworben. Dagmar von Cramm, Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE, überreichte die Auszeichnungen auf der 14. Dreiländertagung in Hamburg.

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14. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE

(dge) Zum Thema Ernährung kursieren zahlreiche Mythen. Auch die Medien greifen oft Ernährungsfragen auf und stellen diverse – nicht selten von der vorherrschenden Lehrmeinung abweichende – Thesen auf. Einige der Behauptungen entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Daher stellt die 14. Dreiländertagung der Ernährungsfachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kontrovers diskutierte Ernährungsthesen auf den Prüfstand.

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Fachinformation Lebensmittelpyramide(dge) In einer qualifizierten Ernährungsberatung helfen Lebensmittelfotos, grafische Abbildungen oder Modelle, eine vollwertige Ernährung zu veranschaulichen und konkrete Empfehlungen zu geben. Die dreidimensionale DGE-Lebensmittelpyramide ist ein solches Modell, das den intensiven Austausch zwischen Berater und Klient fördert.

Die DGE hat für Ernährungsfachkräfte die Broschüre „Die Dreidimensionale DGE-Lebensmittelpyramide – Fachinformation“ überarbeitet. Auf 24 Seiten erläutert sie den Aufbau und die inhaltlichen Aussagen der Pyramide. Neu sind vorformulierte Beratungstipps, die der Fachkraft bei der Vermittlung von Empfehlungen helfen. Beispiele zeigen, wie das Modell in Einzel- oder Gruppenberatungen, bei Veranstaltungen oder Vorträgen einsetzbar ist. Arbeitsblätter erleichtern dem Klienten die Beratungsziele festzulegen und einzuhalten. Jeder Broschüre liegt ein ca. 14 cm hohes Faltmodell zum Zusammenkleben bei.

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14. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE

Veranstaltungsposter(dge) Am 6. und 7. Oktober 2016 lädt die DGE zur 14. Dreiländertagung der Ernährungsgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Hamburg ein. Auf der zweitägigen Veranstaltung stellen namhafte Wissenschaftler aus den drei Ländern und den USA aktuelle Forschungsergebnisse zu kontroversen Ernährungsthesen in drei verschiedenen Themenblöcken vor.

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Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
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53175 Bonn
Tel: +49 228 3776 600
Fax: +49 228 3776 800

DGE-Ernährungskreis

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Projekte der DGE im Rahmen von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert durch das BMEL.

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