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Nachhaltigkeit

Planetary Health Diet

Was und wie viel Menschen essen und trinken, steht in direktem Zusammenhang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen.

Diese umfassen soziale, ökonomische und ökologische Aspekte. Um die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Transformation des globalen Ernährungssystems zu erarbeiten, wurde die EAT-Lancet-Kommission aus Expert*innen für Gesundheit, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Politik sowie Landwirtschaft gegründet. Die internationale Kommission hat im Oktober 2025 die wissenschaftliche Basis für eine globale gesunde und nachhaltige Ernährung aktualisiert. Mit der Planetary Health Diet 2.0 (PHD 2.0) legt sie den Fokus neu auf Gerechtigkeit und existenzsicherndes Einkommen. Dass sie stärker als zuvor die Bedeutung der gerechten Verteilung von Lebensmitteln und fairen Ernährungsumgebungen betont, begrüßt die DGE. Nur, wenn gesunde und nachhaltige Lebensmittel für alle Menschen verfügbar, bezahlbar und leicht zugänglich sind, können Ernährungsempfehlungen umgesetzt werden.

Die Botschaft ist – wie auch schon in der PHD 1.0 – eindeutig: Mehr pflanzliche Lebensmittel, weniger tierische Produkte. Die PHD 2.0 berücksichtigt sowohl die menschliche Gesundheit als auch die Belastungsgrenzen unseres Planeten bis 2050. Sie verdeutlicht zugleich die Dringlichkeit einer weltweiten Ernährungswende.

  • Die Eat-Lancet-Kommission zeigt auf, wie die zukünftige Weltbevölkerung von 9,6 Milliarden Menschen im Jahr 2050 innerhalb der planetaren Grenzen mit einer gesundheitsfördernden und gerechten Ernährung versorgt werden kann.
  • Das Ergebnis ist die Planetary Health Diet, mit der weltweit pro Jahr etwa 15 Millionen vorzeitige Todesfälle durch chronische ernährungsmitbedingte Krankheiten verhindert werden können.

Die PHD stimmt weitgehend mit den DGE-Ernährungsempfehlungen überein. Ebenso wie die DGE-Ernährungsempfehlungen beinhaltet diese Ernährung größtenteils pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und hochwertiges Pflanzenöl. Sie enthält geringe bis moderate Mengen an Fisch und Geflügel sowie keine oder nur geringe Mengen an rotem Fleisch, an verarbeitetem Fleisch, Salz, zugesetztem Zucker und Weißmehlprodukten.

Die Ergebnisse der EAT-Lancet-Kommission bestätigen ebenso wie weitere internationale Empfehlungen, dass die Umsetzung einer pflanzenbetonten Ernährung nachweislich die Gesundheit fördert und die Umwelt schont und die soziale gerechtigkeit stärkt.

  • DGE-Factsheet nachhaltige Ernährungsempfehlungen

    PDF 05.03.2026