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15. DGE-Ernährungsbericht

Forschungsvorhaben für den 15. DGE-Ernährungsbericht

Erhebung, Analyse und Vergleich eines definierten Speisenangebots aus der Systemgastronomie

Warum wird das Forschungsvorhaben durchgeführt?

In Deutschland fehlen bislang Daten zur tatsächlichen Verzehrhäufigkeit und der Nutzung von Angeboten der Systemgastronomie.

Auch für die Fragen „Wie müssten die Angebote der Quick- und Fullservice-Gastronomien1  optimiert werden, um ihren Beitrag zur Nährstoffversorgung zu verbessern und den Anforderungen der Nachhaltigkeit gerecht zu werden?“ und „Inwieweit sind diese Veränderungen praxistauglich?“ besteht Forschungsbedarf.

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen dazu beitragen, neue Ansatzpunkte und mögliche Handlungsempfehlungen für ernährungsphysiologisch günstige und nachhaltige Angebote abzuleiten.

Was wird wie untersucht?

Die Systemgastronomie zeichnet sich im Unterschied zur Individualgastronomie durch standardisierte Angebote und vereinheitlichte Organisationsstrukturen aus und teilt sich in verschiedene Segmente auf. Das Forschungsvorhaben nimmt ausgewählte Quick- und Fullservice-Gastronomien in den Blick. Das Speisenangebot mit ähnlicher Produktausrichtung wie z. B. Burger wird erfasst, analysiert, verglichen und unter ernährungsphysiologischen sowie Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit bewertet. Das Vorhaben untersucht außerdem das Nutzungsverhalten der Konsument*innen im Hinblick auf die analysierte Produktauswahl, inklusive ihrer Motive für die Nutzung sowie ihrer persönlichen Einstellungen und Erwartungen an die Quick- und Fullservice-Gastronomien.

Wer führt das Forschungsvorhaben durch?

Die Studie wird von der Hochschule Anhalt, Fachbereich 1 – Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung in Bernburg im Auftrag des Bundesernährungsministeriums (BMEL) durchgeführt. Die Ergebnisse werden im 15. DGE-Ernährungsbericht erstveröffentlicht.

Wann findet das Forschungsvorhaben statt?

Laufzeit: 01.01.2022-31.12.2023

Förderung: Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages.


1Quickservice-Gastronomie zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Kundschaft ihr Essen selber an der Theke abholt. Das Bewirtungskonzept ist auf schnell zu verzehrende Speisen ausgelegt. Fullservice-Gastronomie bietet demgegenüber eine klassische Bedienung am Platz an.

Multidisziplinäre Erhebung der Ernährungs- und Gesundheitssituation von Personen in armutsgefährdeten Haushalten mit Kindern (MEGA_kids)

Das Forschungsvorhaben MEGA_kids verfolgt das Ziel, die Ernährungs- und Gesundheitssituation von Personen in armutsgefährdeten Haushalten mit Kindern in verschiedenen Teilbereichen (Domänen) darzustellen. Zu diesen Domänen zählen neben der Betrachtung des gewöhnlichen Verzehrs von Lebensmitteln und ausgewählten Gesundheitsindikatoren auch demographische Hintergründe. Außerdem werden u. a. die Ernährungsunsicherheit, die Ausgaben für Lebensmittel, die Nutzung von Schulspeisenangeboten und karitativen Lebensmittelangeboten wie den Tafeln betrachtet sowie ernährungsbezogene Einstellungen, Kochkompetenz, Ernährungswissen und Kenntnisse über bestehende Ernährungsangebote untersucht. Zudem soll der Einfluss dieser Domänen auf die Ernährung und die Ernährungssicherheit analysiert werden. Um die Ziele zu erreichen, sind vier Teilstudien geplant.

In Teilstudie A werden über mehrstufige stratifizierte Stichproben armutsgefährdete Haushalte mit Kindern über verschiedene Einrichtungen wie Tafeln und Kitas rekrutiert. Aus n = 1000 armutsgefährdeten Haushalten soll jeweils eine/-r Erwachsene/-r sowie ein Kind bzw. Jugendliche/-r schriftlich oder mündlich zu einer Vielzahl von ernährungs- und gesundheitsbezogenen Aspekten befragt werden. In Teilstudie B soll die Kenntnis über und die Nutzeneinschätzung von bestehenden ernährungsbezogenen Maßnahmen bei Erwachsenen aus einer weiteren Stichprobe bei n = 200 armutsgefährdeten Haushalten mit Kindern erfasst werden. Für die Planung und Durchführung der Teilstudien A und B ist das Fachgebiet Angewandte Ernährungspsychologie der Universität Hohenheim verantwortlich.

Die Planung und Durchführung der Teilstudien C und D übernimmt das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité - Universitätsmedizin Berlin. In der qualitativen Teilstudie C sollen mittels teilstandardisierter Interviews n = 20 Erwachsene aus einer Unterstichprobe von Teilstudie A zu ihren Erfahrungen und subjektiven Wahrnehmungen von Bedingungen und Faktoren, die Einfluss auf ihre Ernährungssicherheit und -qualität nehmen, befragt werden. In der ebenfalls qualitativen Teilstudie D sollen schließlich insgesamt n = 40 Erwachsene aus einer weiteren Unterstichprobe der Teilstudie A im Rahmen von zwei Gruppenveranstaltungen über die von ihnen wahrgenommenen Unterstützungsbedarfe und effektiven Angebote im Sinne ernährungsbezogener Verhaltens- und Verhältnisprävention diskutieren.

Forschungsnehmer

Den Zuschlag für die Durchführung erhielt die Universität Hohenheim sowie die Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Laufzeit

Juli 2021 bis Dezember 2023

Förderung

Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages.

 

Weitere Informationen zur Studie

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 136
53175 Bonn
Tel: +49 228 3776-600
Fax: +49 228 3776-800

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