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Ernährungsmythen in der Gemeinschaftsverpflegung

Im Ernährungsbereich gibt es viele Behauptungen, die einer fachlichen Prüfung nicht standhalten. Der neue Blogbeitrag räumt mit einigen Vorurteilen in der Gemeinschaftsgastronomie auf.
Salatbar in Kantine

Frisch gekocht ist immer am besten?

  • Nein: Frisch gekocht ist nicht automatisch gesünder. Denn auch bei der Zubereitung vor Ort kann eine Speiseplanung unausgewogen sein, die Ausgangsware nicht optimal oder die Zubereitung problematisch, z. B. durch zu langes Warmhalten oder den übermäßigen Einsatz von Fett, Salz oder Zucker.
     

Honig, Agavendicksaft oder Vollrohrzucker sind gesundheitlich vorteilhafter als „weißer Haushaltzucker“?

  • Nein: Aus ernährungsphysiologischer Sicht bieten Vollrohrzucker, Honig, Agavendicksaft sowie andere Dicksäfte keinen gesundheitlichen Vorteil gegenüber „normalem Haushaltszucker“.
     

„Wir kochen nach den DGE-Empfehlungen“ – was bedeutet das eigentlich?

  • Das ist nicht aussagekräftig. Nur wer die definierten Kriterien – von der Lebensmittelauswahl über die Speisenplanung bis hin zur Kennzeichnung und Qualitätssicherung anwendet, nutzt die DGE-Qualitätsstandards für eine gesunde und nachhaltige Verpflegung. Ob eine Einrichtung tatsächlich den  jeweiligen DGE-Qualitätsstandard in die Praxis umsetzt, lässt sich am besten durch eine gültige DGE-Zertifizierung oder die Teilnahme am DGE-VerpflegungsCheck erkennen. Denn nur sie gibt objektiv Auskunft über die Qualität des Angebotes.

Ein Blick auf den Speiseplan kann Hinweise liefern: Wird z. B. in einer Kita häufiger als einmal pro Woche Fleisch angeboten, fehlt Obst oder Vollkorn oder gibt es nicht täglich Gemüse, ist eine Umsetzung der DGE-Vorgaben eher unwahrscheinlich.
 

Ausgabekräfte in Kitas und Schulen, Fahrer*innen oder Erzieher*innen brauchen keine Schulung?

  • Doch: Die Belehrungspflicht nach § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) betrifft auch Ausgabekräfte in Kitas und Schulen, Fahrer*innen (z. B. im Fahrdienst für Essen auf Rädern) sowie pädagogisches Personal, das mit Lebensmitteln in Kontakt kommt.

Lesen Sie den Artikel jetzt kostenfrei auf unserem Blog. Er erschien in der aktuellen Ausgabe 1/2026 des Wissenschaftsmagazins DGEwissen.