16. DGE-Ernährungsbericht
- Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen: Die Forschungsarbeiten zum Thema „Bundesweite Erhebung zur Qualität, Akzeptanz und zum Monitoring der Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen: Kita- und Schulverpflegungsmonitoring (KiSmo) haben begonnen.
- Ernährungsarmut in Deutschland: Die Forschungsarbeiten zum Thema „Soziale Aspekte der Ernährung: Ursachen, Determinanten und Auswirkungen von Ernährungsarmut in Deutschland sowie politische Handlungsoptionen“ haben begonnen.
Bundesweite Erhebung zur Qualität, Akzeptanz und zum Monitoring der Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen: Kita- und Schulverpflegungsmonitoring (KiSmo)
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird die Qualität der Verpflegung in Kindertagesstätten (Kitas) und Schulen bundesweit erhoben. Im Zentrum des Vorhabens steht dabei die Erhebung der Akzeptanz der Verpflegungsangebote bei den relevanten Zielgruppen (Kinder/Jugendliche, Erziehungsberechtigte, Eichrichtungs-Leitungen und Träger, Verpflegungsverantwortliche). Außerdem wird der Umsetzungsgrad der DGE-Qualitätsstandards unter anderem durch Analysen von Speiseplänen und Rezepturen beleuchtet.
Entlang des Projektverlaufs wird zudem ein wiederholbares Monitoring-Konzept für die Kita- und Schulverpflegung entwickelt. Ziel ist die Etablierung einer methodisch konsistenten Monitoring-Struktur, die langfristig eine bundesweit vergleichbare Datenerhebung und -auswertung ermöglicht.
Forschungsnehmende: Hochschule Osnabrück im Verbund mit Universität Konstanz und Universität Göttingen
Laufzeit: September 2026 bis August 2028
Förderung: Das Projekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert.
Soziale Aspekte der Ernährung: Ursachen, Determinanten und Auswirkungen von Ernährungsarmut in Deutschland sowie politische Handlungsoptionen (SEED)
Ernährungsarmut wird in Deutschland bisher nicht systematisch erfasst. Erhebungen, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind und wie sich die Prävalenz von materieller als auch sozialer Ernährungsarmut im Zeitverlauf entwickelt, fehlen.
Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des Forschungsvorhabens SEED, Zusammenhänge zwischen sozialer und materieller Ernährungsarmut, Ernährungskompetenz, Ernährungsgewohnheiten und dem Ernährungszustand erforscht.
Das SEED-Projekt gliedert sich in drei Teilstudien:
- die Pilotstudie „Zugang armutsgefährdeter Bevölkerungsgruppen zur Ernährungs- und Gesundheitsforschung“ (ZAZU)
- die Fragebogenentwicklungsstudie „Bestimmen und Erfassen sozialer Ernährungsarmut“ (BESSER) und
- die Hauptstudie „Materielle und soziale Ernährungsarmut in der Bevölkerung Deutschlands“ (MASERI).
In der Hauptstudie MASERI sollen die Ursachen, Determinanten und Auswirkungen von Ernährungsarmut erhoben werden. Ein Schwerpunkt ist zudem die Erforschung, wie armutsgefährdete Menschen für eine Befragung gewonnen werden können und welche Wege hierfür erfolgsversprechend sind. Aus diesem Grund werden in der Pilotstudie ZAZU randomisiert verschiedene Wege getestet, um für die Hauptstudie den optimalen Rekrutierungsweg zu ermitteln. Daneben soll in BESSER ein Erhebungsinstrument zur Erfassung der sozialen Ernährungsarmut erarbeitet und inhaltsvalidiert werden, da es hierfür bisher an einem geeigneten Erhebungsinstrument fehlt.
Basierend auf den Ergebnissen werden mögliche politische Handlungsoptionen definiert und abgeleitet, um Ernährungsarmut entgegenwirken zu können. Zudem soll auch die Notwendigkeit eines Monitorings für materielle und soziale Ernährungsarmut in Deutschland geprüft werden.
Forschungsnehmende: Universität Hohenheim und GESIS-Leibniz Institut für Sozialwissenschaften
Laufzeit: Juni 2025 bis Mai 2028
Förderung: Das Projekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert.
Weitere Informationen zur Studie: epsych.uni-hohenheim.de/seed
Weitere Informationen
- DGE-BLOG: Ernährungsarmut: Wissenschaftler*innen erforschen soziale Aspekte der Ernährung
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