Breites Bündnis für Schutz der Bevölkerung vor Schäden durch Alkohol
Die DGE unterstützt als eine von 25 mitzeichnenden Fachorganisationen das unter Federführung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) veröffentlichte Positionspapier „Erforderliche Maßnahmen zur Senkung der negativen Folgen des Alkoholkonsums“.
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Unter den beteiligten Fachleuten, Wissenschaftler*innen und Institutionen besteht breiter Konsens darüber, dass mehr präventive Maßnahmen zur Reduktion alkoholbedingter Probleme in der Gesellschaft erforderlich sind. Das Positionspapier führt verschiedene Maßnahmen für den Schutz der Bevölkerung vor Schäden durch Alkohol auf. Dabei geht es insbesondere um Maßnahmen, die über eine Verhaltensprävention hinausgehen, wie z. B. den Preis, das Marketing oder die allgemeine Verfügbarkeit von Alkohol. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat unter dem Begriff SAFER fünf wirksame Strategien zur Prävention negativer Folgen des Alkoholkonsums zusammengefasst. Dazu gehören u. a. die Etablierung von Maßnahmen zur Einschränkung und zum Verbot von Marketing für alkoholische Getränke aber auch der Ausbau von Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer. Zu weiteren alkoholpolitischen Maßnahmen gehören solche, die besonders gefährdete Gruppen schützen. Ein Beispiel hierfür ist die Abschaffung des betreuten Trinkens.
Die DHS benennt im Positionspapier als Schritte zur Umsetzung der SAFER-Forderungen und der Prävention alkoholbezogener Schäden, den Aufbau von Zusammenschlüssen von in der Prävention engagierten Menschen in Deutschland sowie die Vernetzung mit und Beteiligung an Aktivitäten in Europa und darüber hinaus.
Bereits im DGE-Positionspapier „Alkohol - Zufuhr in Deutschland, gesundheitliche sowie soziale Folgen und Ableitung von Handlungsempfehlungen“ hatte die Fachgesellschaft auf die Wichtigkeit weiterer verhältnis- und verhaltenspräventiver Maßnahmen hingewiesen, um den Alkoholkonsum und damit verbundene gesundheitliche und soziale Probleme sowie die alkoholbedingte Sterblichkeit zu reduzieren.