Protein in aller Munde
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Soziale Medien versprechen mehr Muskeln, weniger Hunger, bessere Figur: Je mehr Protein, desto besser, schlanker, muskulöser. Trotz aller Auslobung sind High-Protein-Produkte aber nicht automatisch gesünder. Oft handelt es sich um stark verarbeitete Lebensmittel mit zugesetztem Molkenpulver, Milcheiweiß oder pflanzlichen Eiweißkonzentraten. Ein höherer Verzehr stark verarbeiteter Lebensmittel ist bei Erwachsenen mit Übergewicht, Hypertonie, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert (Bröder et al. 2023).
Protein ist ein wichtiger Nährstoff. Doch der Hype macht daraus mehr, als fachlich haltbar ist. Menschen in Deutschland sind ausreichend versorgt und benötigen keine High-Protein-Varianten herkömmlicher Lebensmittel. Diese sind meist teurer, stark verarbeitet und nicht zwangsläufig eine Hilfe für Muskelaufbau oder Gewichtsreduktion.
Verbraucher*innen sollten daher den Fokus nicht allein auf die Proteinangabe eines Lebensmittels setzen. Wer stattdessen auf eine vielfältige, ausgewogene Ernährung achtet, ist in der Regel ausreichend mit Proteinen versorgt – und spart nebenbei Geld.
Lesen Sie im Blog den neuen Beitrag: „High-Protein-Trend im Supermarkt und sozialen Medien". Der Artikel erschien zuerst im Wissenschaftsmagazin „DGEwissen" 09/2026 unter dem Titel: „Vom Hype zum Alltag: Der Proteintrend im Supermarkt und in sozialen Medien".