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Ernährungsarmut

Parlamentarisches Dinner 2026: Faire Ernährungsumgebungen schaffen. Wie kann Politik wirksam unterstützen?

Ernährungsarmut verdeutlicht: Viele Menschen in Deutschland können sich eine gesundheitsfördernde Ernährung nicht leisten – mit Einschränkungen in Gesundheit und sozialer Teilhabe. Steigende Lebenshaltungskosten und wachsende soziale Ungleichheiten verschärfen Ernährungsarmut in Deutschland. Etwa 13,3 Millionen Menschen gelten als einkommensarm. Ernährungsarmut ist dabei nicht nur „zu wenig im Kühlschrank“, sondern kann zu gesundheitlichen Risiken, Leistungsproblemen und gesellschaftlicher Ausgrenzung führen.

Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) zeigt: Dies ist kein individuelles Versagen, sondern Symptom struktureller Ungleichheit. Es erfordert eine integrierte, sozial gerechte Ernährungspolitik mit gezielten Maßnahmen zur Einkommenssicherung und Verbesserung der Ernährungsumgebungen.

Beim 4. Parlamentarischen Dinner der DGE im Juni 2026 setzten die Expert*innen den Austausch dazu fort. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der DGE und ihren Sektionen Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen im Juni ausgerichtet. Moderiert wurde sie von Prof. Dr. Jörg Meier, Hochschule Neubrandenburg.
Das Programm beinhaltete Vorträge und die Präsentation der praktischen Erfahrungen der DGE und ihrer Sektionen zum Thema.

Vortrag 1

„Stromrechnung oder Einkaufskorb? Wie kann eine integrierte Ernährungspolitik Ernährungsarmut reduzieren?“

DGE-Präsidentin, Prof. Dr. Britta Renner, benannte Ursachen und Folgen von Ernährungsarmut in ihrem Vortrag.

Sie verdeutlichte: Statt die Verantwortung in erster Linie beim Individuum zu suchen, braucht es faire Ernährungsumgebungen, die gesunde Entscheidungen erleichtern und soziale Teilhabe ermöglichen.
Für beides sind verlässliche politische Rahmenbedingungen nötig.

Vortrag 2

"Gesund und bezahlbar"

Dr. Kiran Virmani, DGE-Geschäftsführerin, erläuterte den DGE-VerpflegungsCheck als große Chance für eine hohe Qualität in der Gemeinschaftsverpflegung.

Einrichtungen und Betriebe können auf einen Blick zeigen, wie gesund und nachhaltig ihr Verpflegungsangebot ist. Mit dem DGE-VerpflegungsCheck kann Ernährungsarmut indirekt entgegengewirkt werden. Denn er ist ein Instrument zur Qualitätsentwicklung. Seine politische Steuerung ist möglich.

Mehr Wissen durch Forschung schaffen

Das DGE-Team informierte über Ansätze und Erfahrungen, wie Ernährungsarmut in Deutschland gezielt begegnet werden kann. Die DGE identifiziert offene Forschungsfragen und -bedarfe, z. B. im DGE-Positionspapier „Perspektiven der Ernährungsforschung 2022“ oder durch die Förderung von Forschungsvorhaben im Rahmen der DGE-Ernährungsberichte aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

Dazu erschien beispielsweise im 15. DGE-Ernährungsbericht die MEGA_kids-Studie zum Thema

  • Die Ernährungs- und Gesundheitssituation armutsgefährdeter Familien mit minderjährigen Kindern in Deutschland (Laufzeit: 07.2021 bis 06.2024)
Handlungsempfehlungen der Studie MEGA_kids für armutsgefährdete Familien, dargestellt über 3 Zahnränder (=Handlungsempfehlungen) die ineinander greifen. 1. Wissen schaffen, 2. Verhältnispräventiv handeln, 3. Verhältnispräventiv ergänzen.

Im 16. DGE-Ernährungsbericht, der 2028 erscheint, wird die "SEED-Studie" publiziert. Mit ihr soll die materielle und soziale Ernährungsarmut in der Gesamtbevölkerung in Deutschland systematisch untersucht werden. Schwerpunkt der Studie sind:

  • Soziale Aspekte der Ernährung: Ursachen, Determinanten und Auswirkungen von Ernährungsarmut in Deutschland und politische Handlungsoptionen
    (Laufzeit: 06.2025 bis 04.2028)

Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag: Ernährungsarmut: Wissenschaftler*innen erforschen soziale Aspekte der Ernährung von Juni 2026.

Aktivitäten und Projekte der DGE-Sektionen und Vernetzungsstellen

Prävention von Sarkopenie

In Schleswig-Holstein rückt das Thema Seniorenernährung mit besonderem Fokus auf die Prävention von Sarkopenie in den Mittelpunkt. Sarkopenie – der altersbedingte Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft – ist ein Gesundheitsrisiko, das durch Fehl- oder Mangelernährung erheblich verstärkt wird. Besonders betroffen sind ältere Menschen in finanzieller Notlage.

Die Folgen sind gravierend und bedeuten für Seniorinnen und Senioren einen spürbaren Verlust an Lebensqualität: Durch die verringerte Muskelkraft sinkt auch die Mobilität, die Menschen verlassen die eigenen vier Wände nicht mehr und vereinsamen. Durch die abnehmende Koordinationsfähigkeit steigt zudem das Risiko für Stürze und Knochenbrüche, was die Mobilität weiter einschränkt. Die Selbstständigkeit geht immer stärker verloren. 
Die Folgen sind nicht nur für Betroffene einschneidend, sondern haben auch gesellschaftliche und
ökonomische Bedeutung wie:

• den Verlust von Mobilität und Selbstständigkeit. Er führt zu steigender Pflegebedürftigkeit.
• der Anstieg der Belastung pflegender Angehöriger und
• die Kostensteigerung im Gesundheitssystem.

Eine frühzeitige Prävention oder Intervention kann Pflegebedarfe verzögern, Pflegegrade stabilisieren und damit die Versorgungssysteme spürbar entlasten.

In zwei Modellkommunen sollen Strukturen aufgebaut werden, um armutsbedingter Fehl- bzw. Mangelernährung entgegenzuwirken. Dies eröffnet die Chance, mehrere aktuelle politische Handlungsfelder – Gesundheit, Pflege, soziale Teilhabe und nachhaltige Ernährung – wirksam miteinander zu verbinden.

Servicestelle EU-Schulprogramm Obst, Gemüse und Milch

Mit der Servicestelle EU-Schulprogramm Obst, Gemüse und Milch wendet sich die DGE-Sektion Schleswig Holstein seit vielen Jahren an Grund- und Förderschulen. Aus den ursprünglich eingeplanten 50 Schulen sind inzwischen knapp über 300 Schulen geworden – Tendenz steigend.

Das EU-Schulprogramm erleichtert allen Familien unabhängig von Einkommen den Zugang zu gesunden
Lebensmitteln, so dass Kinder unterschiedlicher sozialen Schichten gleichermaßen und ohne Stigmatisierung von gesundheitsfördernden Angeboten profitieren können. 

IN FORM Projekt Velokis: Verpflegungslotsinnen und -lotsen in Schulen in Schleswig Holstein

Kinder und Jugendliche nehmen am Mittagessen in der Schule teil, wenn es schmeckt, gut in den Schulalltag einbezogen wird und bezahlbar ist. Das Projekt "Velokis" fördert eine akzeptierte und ausgewogene Mittagsverpflegung für alle Schülerinnen und Schüler. Insbesondere von Armut betroffene Kinder, Jugendliche und deren Familien werden hierbei in den Blick genommen. Ziel ist es, Aufgaben zu bündeln und Interessierte zu Verpflegungslotsinnen und -lotsen zu qualifizieren. Das Angebot richtet sich an Personen, die bereits Betreuungs- oder Verpflegungsaufgaben in Schulen und im Ganztag übernehmen.

IN FORM-Projekt „Gesundheit auf dem Teller: Nudging-Ansätze in Kitas“ (NuKi)

Das IN FORM-Projekt „Gesundheit auf dem Teller: Nudging-Ansätze in Kitas“ der Vernetzungsstelle Kita-Verpflegung Thüringen richtet sich an alle Akteur*innen der Kitaverpflegung. Das Projekt soll zeigen, wie durch kleine, gezielte Veränderungen im Kita-Alltag gesundheitsfördernde, sozialgerechte und nachhaltige Ernährungsentscheidungen von Kindern unterstützt werden können – ohne ihre Wahlfreiheit einzuschränken.

IN FORM Projekt: Schulverpflegung digital gedacht: Für mehr Chancengleichheit

Eine gesunde und nachhaltige Schulverpflegung ist mehr als nur eine Mahlzeit am Tag – sie ist ein wichtiger Beitrag zu Chancengerechtigkeit, Wohlbefinden und Lernerfolg. Gerade für Schüler*innen aus armutsgefährdeten Haushalten kann das Schulessen einen entscheidenden Unterschied machen. Trotz bestehender finanzieller Unterstützungsangebote wird das Schulessen jedoch nicht von allen Schüler*innen genutzt. Die Gründe sind vielfältig: mangelndes Wissen über die Vorteile gesunder Schulverpflegung, bürokratische Hürden, Stigmatisierung und eine geringe Akzeptanz der angebotenen Mahlzeiten.

Mit gezielter, verständlicher und jugendgerechter Wissenschaftskommunikation sollen Schüler*innen im Rahmen des IN FORM Projekts: "Wissenschaftskommunikation für Schüler*innen über die Aspekte einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Schulverpflegung" der Vernetzungsstelle Schulverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern informiert, motiviert und zur aktiven Mitgestaltung befähigt werden. Denn wer gut informiert ist, kann mitreden und Veränderungen anstoßen.

BuT-Mittagessen - Hürden abbauen, Teilnahme erhöhen

Obwohl Familien, die Sozialleistungen beziehen, im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) Anspruch auf ein kostenfreies Schulmittagessen für ihre Kinder haben, wird dieses zu wenig in Anspruch genommen. Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung der DGE in Niedersachsen identifizierte 9 Verfahrensschritte, an denen sich Probleme manifestieren können. SIe entwickelte Handlungsoptionen, die in einer Arbeitshilfe inzwischen zur Verfügung stehen. Informieren Sie sich über das INFORM-Projekt BuT: Kostenfreies Schulmittagessen.

Niedersachsens Ernährungsstrategie – Unser Rezept für die Zukunft

Die DGE-Sektion Niedersachsen übernimmt bei der Strategie die Rolle v.a. mit ihrer wissenschaftlichen Expertise beratend zu agieren (z.B. Politik, Stakeholder Multiplikatoren etc.), Akteur*innen im Land zu vernetzen, Maßnahmen (z. B. Tagungen, Seminare) im Bildungsbereich auf Basis der FBDG`s durchzuführen als auch die DGE-Qualitätsstandards zu verbreiten und zu implementieren.

Das ZEHN hat Ende 2025 ein Fokusheft zur Ernährungsarmut veröffentlicht, das Ursachen, Folgen und betroffene Gruppen beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen 13 Handlungsempfehlungen, entwickelt mit zahlreichen Organisationen. Diese reichen von besserer Gemeinschaftsverpflegung bis zu finanziellen und strukturellen Maßnahmen. Ziel ist es, allen Menschen unabhängig vom Einkommen Zugang zu gesunder Ernährung zu sichern.

IN FORM-Projekt „Gesundheitliche Chancengleichheit – Ernährungsarmut im Alter auf kommunaler Ebene entgegenwirken“

Viele ältere Menschen sind von Ernährungsarmut betroffen – und das oft unbemerkt. Fehlende finanzielle Mittel oder eingeschränkte soziale Teilhabe führen dazu, dass eine ausgewogene Ernährung nicht für alle selbstverständlich ist. Die Folge sind häufig Fehl- und Mangelernährung mit weitreichenden Folgen.

Das Projekt trifft in den zwei Modell-Kommunen Braunschweig und Wunstorf auf große Resonanz und Bedarf. Sie werden für das Thema Ernährungsarmut im Alter sensibilisiert. Es werden kommunale Netzwerke aufgebaut, die sich mit den Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten beschäftigen. Gemeinsam werden Informationsmaterialien und Lösungsansätze entwickelt und vor Ort erprobt, die die individuellen Rahmenbedingungen der Kommunen berücksichtigen.

Chancengleicheit durch Social Media

In der Sektion Baden-Württemberg – DGE e. V. werden Social Media-Kanäle als eine wichtige Informationsquelle genutzt. Seit Mitte März 2025 hat die DGE-BW e.V. mehrere Social Media Kanäle mit dem gemeinsamen Namen "Essperimente:Teller & Theorie". Im Vergleich von klassischen Fastfood-Gerichten und selbst zubereiteten Alternativen wird aufgezeigt, dass selbst gekochte Gerichte nicht nur gesünder, sondern auch deutlich günstiger sein können. Kreative Ideen, wie etwa die Zubereitung von Suppen aus Gemüseresten oder die Herstellung von Mayonnaise aus überschüssigem Öl, veranschaulichen, wie Lebensmittelverschwendung reduziert und gleichzeitig das Haushaltsbudget maximal ausgenutzt werden kann.

Initiierung eines Frühstücks in Kita und Schule

Die Sektion Hessen DGE e. V. setzt auf ein pädagogisches Frühstück in Kitas, das von (entsprechend) geschulten Erzieher*innen umgesetzt wird und allen Kindern, unabhängig vom Einkommen der Eltern, zur Verfügung steht. Für Schulen wird dieses im Rahmen von „Unser Cleveres Esszimmer“ weitergeführt. Mit Fördergeldern werden kostenfreie Schulcoachings ermöglicht, bei denen nachhaltige Strukturen geschaffen werden. Durch die Partizipation der Schüler*innen ist das Frühstück „cool“ und wird auch „gelebt“.

Parlamentarisches Dinner 2025: "Gesund Aufwachsen? Gesund alt werden? Ernährungsarmut verhindert beides!"

Immer mehr Menschen kämpfen aus finanzieller Sicht mit einer unzureichenden Ernährung. Die Auswirkungen für Gesundheit und Gesellschaft sind gravierend. In einer Zeit, in der soziale Ungleichheiten zunehmen und die Lebenshaltungskosten steigen, betrifft Ernährungsarmut zunehmend Menschen aus allen Lebensbereichen. Sie ist nicht nur eine Frage des Mangels an Nahrung, sondern berührt auch die Gesundheit, die soziale Teilhabe und die Würde der Betroffenen.

Wie komplex und vielschichtig Ernährungsarmut ist und dass sie nicht nur ein individuelles Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung ist, stellten Ernährungsexpert*innen beim dritten digitalen “Parlamentarischen DGE-Dinner” heraus. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der DGE und ihren Sektionen Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen im Juni 2025 ausgerichtet. Zusammen mit über 100 Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft wurden Problemfelder und mögliche Lösungsstrategien unter der Moderation von Prof. Dr. Jörg Meier, Hochschule Neubrandenburg, intensiv erörtert.
Das Programm beinhaltete die Vorstellung zweier Studien und die Präsentation der praktischen Erfahrungen der DGE sowie ihrer Sektionen.

Vortrag 1

”Wenn Armut die Ernährung in Familien mit Kindern gefährdet - was kann getan werden? Einblicke aus der MegaKids-Studie”

Dr. Anja Simmet von der Universität Hohenheim, präsentierte die Studie und stellte am Anfang ihres Vortrags die Frage:

Ernährungsarmut - was ist das? Sie zitierte die Antwort des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE):

„Von materieller Ernährungsarmut betroffen sind Menschen, denen es aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht möglich ist, sich gesundheitsfördernd zu ernähren.“

(Der Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Ernährungsarmut unter Pandemiebedingungen. Stellungnahme. Berlin: WBAE 2023).

Vortrag 2

“Ernährungs- und Lebenssituation von Senioren und Seniorinnen in Armut - Einblick aus dem ELSinA-Projekt”.

Dr. Eva Hummel und Lena Fehrenbach vom Institut für Ernährungsverhalten des Max Rubner-Instituts (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel erläuterten das Ziel des Projektes. Ein tiefgreifendes Verständnis über die Ernährungs- und Lebenssituation von armutsbedrohten Seniorinnen und Senioren soll entwickelt werden, ebenso wie ein Aktionsplan mit wirksamen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation, mit dem Schwerpunkt, die Verhältnisse zu verändern.

Weitere Aktivitäten und Projekte der DGE-Sektionen und Vernetzungsstellen 2025

Gemeinsam gegen den Rest!

In Schleswig-Holstein widmet sich die DGE intensiv der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Eigene Restemessungen, die im Rahmen einer Projektförderung des Landes Schleswig-Holstein in Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen durchgeführt wurden, zeigen eindrucksvoll, wie hoch der Anteil an Resten in der Gemeinschaftsverpflegung ist und welche Auswirkungen dieses sowohl in Bezug auf die Nachhaltigkeit als auch auf die monetären Verluste hat. Eine lückenlose Kommunikation ist erforderlich, um vom Einkauf bis zur Reinigung Reste zu vermeiden.

Investition in Zukunft: mit Zuschuss zum Mittagessen

Die Mittagsverpflegung an Thüringer Schulen sollte durch eine Teilsubventionierung des Projekts "(K)eine Frage des Preises?" verbessert werden.

Hier betonte das Team der DGE-Sektion Thüringen, dass damit:

  • der Zugang zu regelmäßiger, ausgewogener Mahlzeit,
  • der Ausgleich von sozialen Ungleichheiten,
  • die Stigmatisierung abgebaut und
  • die Ernährungsbildung durch begleitende Maßnahmen gestäkt werden kann.

Es schlussfolgerte, dass eine Subventionierung des Mittagessens ein wirksames Instrument gegen die Folgen von Ernährungsarmut sein kann. Sie ist aktive Gesundheitsförderung.

Gemeinsam handeln - regionale Akteure einbinden

Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam handeln – regionale Akteure einbinden“ veranstaltete die DGE in Mecklenburg-Vorpommern (MV) ein landesweites Austauschtreffen zum Thema: „Dimensionen der Ernährungsarmut – Ursachen und Handlungsmöglichkeiten für MV“. Vertreter*innen aus Verbänden, Schulen, Kitas und Kommunen schilderten ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Verbesserungsvorschläge. Die Netzwerktreffen sollen fortgeführt werden, um wirkungsvolle und passgenaue Unterstützungsangebote in MV zu fördern.