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Ausgewählte Fragen und Antworten zu Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel

Die Antworten dieser FAQ stammen hauptsächlich aus den DGE/ÖGE-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr sowie aus den Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund in Leben. Inhaltlich umfangreichere Erläuterungen inklusive der Quellenangaben zu den DGE/ÖGE-Referenzwerten sind publiziert in:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn, 3. Auflage, 1. Ausgabe (2025) 

1. Empfiehlt die DGE die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln – und wenn ja, welche und für wen?

  • Gesunde Personen, die sich ausgewogen ernähren, sind in der Regel ausreichend mit essenziellen Nährstoffen versorgt. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bzw. Nährstoffpräparaten ist bei ihnen nicht erforderlich.
  • Ein ungünstiges Ernährungsverhalten kann nicht durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden.
  • Nur in bestimmten Lebenssituationen und bei einzelnen Nährstoffen ist das Risiko für eine unzureichende Versorgung auch bei Gesunden erhöht und eine gezielte Ergänzung der Ernährung kann erforderlich sein (siehe Tabelle 1).
  • Für Menschen mit chronischen Krankheiten oder bei Medikamenteneinnahme gelten ggf. abweichende Empfehlungen. Diese sind z. B. in medizinischen Leitlinien aufgeführt. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Ta­bel­le 1: Em­pfehl­ung­en der DGE zur Ein­nah­me von Nähr­stoff­prä­pa­ra­ten für ver­schie­de­ne ge­sun­de Per­so­nen­grup­pen
Per­so­nen-­grup­pe/
Nähr­stoff
Säug­ling­e Kin­der
Ju­gend­lich­e
Er­wachs­en­e
Schwang­er­e Still­en­de
Vi­ta­min Da 10–12,5 μg/Tag (bis zum 2. er­leb­ten Früh­som­mer) bei feh­len­der en­do­gen­er Syn­the­se 20 μg/Tag
Jod 50 μg Jod/Tag (bei selbst zu­be­reit­et­er Bei­kost) Ggf. bei ve­gan­er Er­nähr­ung nach ärzt­lich­er Rück­spra­che 100 µg/Tagb 100 (bis 150) μg/Tagc 100 μg/Tagc
Folsäure/Folat  
 
400 μg/Tag (mind. 4 Wochen vor Konzeption bis Ende 12. Schwanger-schaftswoche)d  
Do­co­sa­hex­a­en­säu­re (DHA)     oh­ne Fisch­ver­zehr 200 mg DHA/Tag
Vi­ta­min K 3 x 2 mge      
Fluor­id 0,25 mg/Tag (nach Durch­bruch des 1. Zahns: wenn kei­ne fluor­id­hal­ti­ge Zahn­pas­ta ver­wen­det wird)      
Vi­ta­min B12 Bei ve­ga­ner Er­nähr­ung; ggf. bei ve­ge­tar­isch­er Er­nähr­ung

a 1 μg Vitamin D = 40 Internationale Einheiten (IE); 20 µg = 800 IE
b Bei Kindern und Jugendlichen, die sich vegan ernähren, sollte die Höhe der Supplementation individuell mit dem*der Pädiater*in abgesprochen werden.
c Supplementation wird zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung mit jodiertem Speisesalz empfohlen. Bei Schilddrüsenerkrankungen sollte vor der Supplementation eine ärztliche Rücksprache erfolgen.
d Frauen, die die Folsäuresupplementierung weniger als 4 Wochen vor der Konzeption beginnen, sollen 800 µg Folsäure pro Tag bzw. eine äquivalente Menge anderer Folate bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche einnehmen.
e Supplementation erfolgt bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 und U3.

Nahrungsergänzungsmittel – Arzneimittel – Nährstoffpräparat

Für die zusätzliche Zufuhr von Nährstoffen z. B. in Form von Tabletten, Pulver oder Tropfen werden verschiedene Begriffe verwendet.

Rechtlich werden Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel unterschieden. Nahrungs­ergänzungsmittel zählen zu Lebensmitteln. Sie sind anzeigepflichtig, aber nicht zulassungspflichtig, es ist vorab kein Wirknachweis erforderlich. Im Gegensatz dazu ist die Wirksamkeit sowie die Sicherheit von Arzneimitteln in einem Zulassungsverfahren nachzuweisen. Die Mengenangaben auf der Verpackung dürfen bei Arzneimitteln maximal 5 % von der tatsächlichen Dosierung abweisen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sind Abweichungen von bis zu 50 % erlaubt.

Die DGE spricht im Zusammenhang mit der Einnahme von Nährstoffen von „Nährstoffpräparaten“, wozu sowohl Nahrungsergänzungsmittel als auch Arzneimittel in den verschiedenen Darreichungsformen zählen können.

Mehr Informationen zum Unterschied von Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln finden sich beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

2. Supplementation von Vitamin D

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, weil die Hauptversorgung nicht über die Ernährung, sondern über die körpereigene Bildung (endogene Synthese) von Vitamin D durch Sonnenlichtbestrahlung (UVB-Lichtexposition) der Haut erfolgt. Die DGE empfiehlt bei fehlender bzw. unzureichender endogener Synthese die Einnahme eines Präparats (siehe Tabelle 1).

Säuglinge sollen grundsätzlich keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Die Vitamin-D-Gehalte von Frauenmilch sind zudem meist sehr gering und reichen zur Versorgung des Säuglings nicht aus. Ein Mangel an Vitamin D im Säuglingsalter erhöht das Risiko für Mineralisierungsstörungen der Knochen mit Deformierungen des Skeletts (Rachitis).

Daher sollen Säuglinge bis zum 2. erlebten Frühsommer täglich 400–500 IE (10–12,5 μg) Vitamin D als Präparat erhalten.

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Risikogruppen für eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D sind u. a. Personen, die sich bei Sonnenschein kaum oder gar nicht bzw. nur mit bedeckten Körperpartien im Freien aufhalten.

Bei fehlender bzw. unzureichender körpereigener Bildung von Vitamin D, wird eine tägliche Zufuhr von 800 IE (20 μg) Vitamin D in Form eines Präparats empfohlen.

Bei der regelmäßigen Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ist zu beachten, dass die tolerierbare Gesamtzufuhrmenge von 100 μg Vitamin D pro Tag nicht überschritten wird. Diese bezieht sich auf die Vitamin-D-Zufuhr aus allen Lebensmitteln (einschließlich Vitamin-D-Präparate und angereicherte Lebensmittel). Aus medizinischen Gründen können jedoch höhere Vitamin-D-Zufuhrmengen ärztlich angezeigt sein.

In der Praxis wird die tägliche Zufuhr geringerer Dosen anstelle von hohen wöchentlichen oder monatlichen Einzeldosen empfohlen.

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Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden, deutlich ab. Zudem kommt es bei in Pflegeeinrichtungen lebenden und/oder kranken Personen sowie bei Immobilität zu einem geringeren Aufenthalt im Freien. Dies geht mit einer verringerten Sonnenbestrahlung und damit körpereigenen Vitamin-D-Bildung einher.

Zusätzlich wird in der Altersgruppe ab 65 Jahre ein schützender Effekt hinsichtlich Funktionseinbußen des Bewegungsapparates, Stürze, Frakturen und vorzeitigem Tod bei einer täglichen Zufuhr von 800 IE (20 μg) Vitamin D beobachtet.

Daher wird bei fehlender ausreichender körpereigener Bildung von Vitamin D für Erwachsene ab 65 Jahre eine tägliche Zufuhr von 800 IE (20 μg) Vitamin D in Form eines Präparats empfohlen.

Bei der regelmäßigen Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ist zu beachten, dass die tolerierbare Gesamtzufuhrmenge von 100 μg Vitamin D pro Tag nicht überschritten wird. Diese bezieht sich auf die Vitamin-D-Zufuhr aus allen Lebensmitteln (einschließlich Vitamin-D-Präparate und angereicherte Lebensmittel). Aus medizinischen Gründen können jedoch höhere Vitamin-D-Zufuhrmengen ärztlich angezeigt sein.

In der Praxis wird die tägliche Zufuhr geringerer Dosen anstelle von hohen wöchentlichen oder monatlichen Einzeldosen empfohlen.

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3. Supplementation von Jod

Bei der schrittweisen Umstellung auf Beikost gewinnen pflanzliche Lebensmittel in der Ernährung von Säuglingen an Bedeutung. Diese sind natürlicherweise jodarm. Da die Verwendung von Salz in der Ernährung von Säuglingen zu vermeiden ist, stellt jodiertes Speisesalz keine Jodquelle dar. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Frauenmilch bzw. Säuglingsanfangs- und Folgenahrung mit Einführung der Beikost ab, sodass die Versorgung mit Jod aus diesen Quellen sinkt. Daher sollten Säuglinge, die selbst gekochte Beikost bekommen, zusätzlich eine Tablette mit 50 µg Jod erhalten. In der Praxis hat sich bewährt, diese Tablette in etwas Flüssigkeit aufzulösen und dann zu füttern. Bei der Verwendung von industriell gefertigter Beikost ist die gekennzeichnete Anreicherung mit Jod auf den Produkten zu beachten.

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Schwangere haben einen wesentlich erhöhten Jodbedarf. Eine unzureichende Versorgung mit Jod kann negative Folgen für die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes haben. Daher sollten Schwangere zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung mit jodiertem Speisesalz täglich ein Präparat mit einer Dosis von 100 (bis 150) µg Jod einnehmen.

Bei Schilddrüsenerkrankungen sollte vor der Supplementierung eine ärztliche Rücksprache erfolgen. Bereits bei Kinderwunsch ist auf eine ausreichende Jodversorgung zu achten.

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Jod wird über die Frauenmilch ausgeschieden, um den Jodbedarf des gestillten Säuglings zu decken. Gleichzeitig ist eine adäquate Versorgung der Mutter notwendig. Für eine ausreichende Versorgung mit Jod sollten Stillende daher zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung mit jodiertem Speisesalz täglich ein Präparat mit einer Dosis von 100 µg Jod einnehmen.

Bei Schilddrüsenerkrankungen sollte vor der Supplementation eine ärztliche Rücksprache erfolgen.

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4. Supplementation von Folsäure/Folat

Eine Supplementierung von Folsäure/Folat vor Beginn der Schwangerschaft kann das Risiko für kindliche Fehlbildungen des Nervensystems (Neuralrohrdefekte) reduzieren.

Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, sollen zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung 400 μg Folsäure pro Tag bzw. eine äquivalente Menge anderer Folate supplementieren. Die Einnahme sollte mindestens 4 Wochenvor Beginn der Schwangerschaft beginnen und bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt werden.

Frauen, die mit der Supplementierung von Folsäure/Folat nicht mindestens 4 Wochen vor der Konzeption begonnen haben, sollen 800 μg Folsäure pro Tag bzw. eine äquivalente Menge anderer Folate bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche einnehmen.

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5. Supplementation von Docosahexaensäure (DHA)

Eine ausreichende Versorgung der Schwangeren mit DHA wird u. a. mit der neurologischen Entwicklung und dem Wachstum des ungeborenen Kindes in Verbindung gebracht.

Schwangere sollten täglich 200 mg DHA zuführen. Dies kann über den Verzehr von fettreichem Fisch 1- bis 2-mal pro Woche oder, falls kein Fisch verzehrt wird, über die Einnahme eines Präparats erreicht werden.

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Die Ernährung der Stillenden beeinflusst den Nährstoffgehalt der Frauenmilch, u. a. bei DHA. DHA ist wichtig für die visuelle und neurologische Entwicklung des Kindes und wird mit einer geringeren Häufigkeit von Allergien in Verbindung gebracht.

Stillende sollten daher im Durchschnitt mindestens 200 mg DHA/Tag aufnehmen. Dies kann über den Verzehr von 2 Portionen Fisch pro Woche (mindestens eine davon fettreicher Fisch) oder, falls nicht regelmäßig Fisch verzehrt wird, über die Einnahme eines Präparats erreicht werden.

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6. Supplementation von Vitamin K

Neugeborene besitzen keine ausreichenden Vitamin-K-Speicher. Zudem ist der Vitamin-K-Gehalt der Frauenmilch niedrig.

Zur Vorbeugung von inneren Blutungen sind sie auf eine schnelle Vitamin-K-Zufuhr nach der Geburt angewiesen.

Säuglingen soll bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 und U3 je 2 mg Vitamin K als Tropfen gegeben werden. Alternativ kann das Vitamin in besonderen Situationen einmalig durch eine Vitamin-K-Injektion ärztlich verabreicht werden.

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7. Supplementation von Fluorid

Durch Fluorid werden Knochen und Zähne stabiler. Sowohl vor dem Zahndurchbruch als auch danach fördert Fluorid die Zahngesundheit. Säuglinge sollen bis zum Durchbruch des ersten Milchzahns täglich 0,25 mg Fluorid erhalten. Die Supplementation erfolgt in der Regel in Tablettenform als Kombinationspräparat mit 400–500 IE Vitamin D. Bis zum Alter von 12 Monaten wird diese Supplementation weiterhin empfohlen, wenn keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird. Danach richtet sich die Empfehlung für die Fluoridanwendung nach der Fluoridzufuhr aus anderen Quellen (siehe Frage 9 FAQ zu Fluorid).

Die tolerierbare Gesamtzufuhrmenge für Fluorid für Säuglinge im Alter von 0 bis unter 12 Monaten beträgt 1,0 mg/Tag, für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren 1,6 mg/Tag.

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8. Supplementation bei vegetarischer Ernährung

Mit einer bewussten Lebensmittelauswahl können im Rahmen einer ovo-lacto-vegetarischen Ernährung die meisten Nährstoffe in ausreichender Menge zugeführt werden. Personen, die sich vegetarisch ernähren weisen zum Teil eine defizitäre Versorgung mit Vitamin B12 auf. Daher sollten sie die Versorgung mit Vitamin B12 regelmäßig ärztlich überprüfen lassen und ggf. auf Präparate zur Sicherstellung einer angemessenen Vitamin-B12-Versorgung zurückgreifen. Je nachdem, wie stark der Verzehr von Lebensmitteln tierischer Herkunft eingeschränkt wird, kann die Zufuhr mit weiteren Nährstoffen potenziell kritisch sein (siehe Frage 3.1 FAQ zu veganer Ernährung). Unabhängig von der Ernährungsweise gelten die in Tabelle 1 aufgeführten Empfehlungen zur Einnahme von Nährstoffpräparaten. Bei Unsicherheit bezüglich einer ausreichenden Nährstoffversorgung wird die Beratung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft empfohlen (siehe Frage 10).

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9. Supplementation bei veganer Ernährung

Personen, die sich vegan ernähren, sollen Vitamin B12 supplementieren. Wenn nicht ausreichend jodhaltige Lebensmittel verzehrt werden, sollten Erwachsene in ärztlicher Absprache zudem ein Jodpräparat in Höhe von 100 μg/Tag zuführen. Bei Kindern und Jugendlichen sollte eine Supplementation in individueller Absprache mit dem*der Pädiater*in erfolgen. Weitere Informationen zu Nährstoffpräparaten bei veganer Ernährung und zu potenziell kritischen Nährstoffen dieser Ernährungsweise sind in den FAQ zu veganer Ernährung zu finden. Unabhängig von der Ernährungsweise gelten die in Tabelle 1 aufgeführten Empfehlungen zur Einnahme von Nährstoffpräparaten.

Bei Unsicherheit bezüglich einer ausreichenden Nährstoffversorgung wird die Beratung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft empfohlen (siehe Frage 10).

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10. Nährstoffmangel

Eine Nährstoffzufuhr unterhalb der DGE/ÖGE-Referenzwerte bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Nährstoffmangel vorliegt. Die Anzeichen einer unzureichenden Versorgung können je nach Nährstoff sehr unterschiedlich sein. Teilweise sind die Symptome unspezifisch und daher schwer zuzuordnen, bei anderen Nährstoffen treten im subklinischen Bereich einer unzureichenden Versorgung keine Beschwerten auf. Der Verdacht auf einen Nährstoffmangel kann über eine ausführliche Ernährungsanamnese durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft oder bei einigen Nährstoffen auch über eine Blutuntersuchung überprüft werden.

Nährstoffpräparate sollten bei einer unzureichenden Versorgung unter fachkundiger Beratung durch entsprechend qualifizierter Fachkräfte unter vorheriger Abschätzung von individuellem Nutzen und Risiken nur solange eingesetzt werden, bis der Mangel behoben ist. Langfristig soll die Nährstoffversorgung durch eine Anpassung der Lebensmittelauswahl ggf. unter Verwendung von angereicherten Lebensmitteln, wie z. B. angereicherte pflanzliche Milchalternativen, erfolgen.

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Letzte Änderung: 02.06.2026