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Evidenzbasierte Leitlinie zum Einfluss von Protein auf gesundheitsbezogene Endpunkte

Die evidenzbasierte Protein-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) beschäftigt sich mit der Frage, welche Beziehung zwischen der Quantität und der Art von Protein in der Ernährung und den Endpunkten Blutdruck, kardiovaskulären Erkrankungen, Knochengesundheit, Körpergewichtsstabilität, Krebs, Muskelgesundheit, Nierengesundheit sowie Typ-2-Diabetes in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung besteht.

Für die Erstellung der Protein-Leitlinie erfolgen systematische Literaturrecherchen nach systematischen Übersichtsarbeiten mit und ohne Metaanalysen von prospektiven Studien (u. a. Kohortenstudien und randomisiert kontrollierte Interventionsstudien) nach vorab festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien in den drei Datenbanken PubMed, Embase und Cochrane Database of Systematic Reviews.

Die methodische Qualität der Übersichtsarbeiten bewertet die Leitlinienkommission der DGE mittels „A Measurement Tool to Assess Systematic Reviews 2“ (AMSTAR 2) [1], die Evidenz der Endpunkt-spezifischen Ergebnisse mittels NutriGrade [2].

Zur Bewertung der Evidenz werden sogenannte Härtegrade vergeben, diese verdeutlichen wie gut und konsistent die zugrundeliegende Datenlage ist.

Eine weitere Basis der Methodik, die mit ihrer Systematik dem aktuellen Stand wissenschaftlichen Arbeitens entspricht, sind Arbeitsprinzipien wie das Vier-Augen-Prinzip, das für alle Schritte angewendet wird.

Zu den genannten Endpunkten wird die DGE sukzessive einzelne Manuskripte veröffentlichen, die abschließend in einer Gesamtempfehlung zusammengefasst werden. Vor der finalen Veröffentlichung der Gesamtempfehlung wird es einen Konsultationsprozess geben, bei dem diese auf fachlicher Ebene kommentiert werden kann.

Im Rahmen des ersten Beitrags von Kroke et al. „Dietary protein intake and health-related outcomes: a methodological protocol of the evidence to decision framework underlying the evidence-based guideline of the German Nutrition Society" [3] wurde das methodische Vorgehen beschrieben.

Literatur

[1] Shea BJ, Reeves BC, Wells G et al. 2017. BMJ 358

[2] Schwingshackl L, Knüppel S, Schwedhelm C et al. 2016. Adv Nutr 7

[3] Kroke A, Schmidt A, Amini AM et al. 2022. Eur J Nutr 61

 

 

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