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Presseinformation: Presse, DGE aktuell, 2008 05/2008 vom 27.06.2008
DGE aktuell

Deutschland kommt „IN FORM“

DGE unterstützt Konzept der Bundesregierung für gesundheitsfördernden Lebensstil


(dge) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) begrüßt den von der Bundesregierung vorgestellten Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten (NAP). Die DGE fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1953 als unabhängige wissenschaftliche Fachgesellschaft die Gesundheit der Bevölkerung, erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen und Empfehlungen und informiert über eine vollwertige Ernährung. „Erfreulich ist aus unserer Sicht, dass die Qualifikation von Wissensvermittlern in der Ernährungsberatung und -bildung im Nationalen Aktionsplan berücksichtigt ist“, so Dr. Helmut Oberritter, Geschäftsführer der DGE. Bisher sind Art und Umfang der Aus-, Fort- und Weiterbildung wenig transparent und der Begriff „Ernährungsberater“ ist nicht geschützt. Die Ausbildungsvorgaben, wie das Curriculum Ernährungsberatung DGE sowie die Rahmenvereinbarung für die Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und -bildung, stellen die zentralen Kriterien im NAP für die Ernährungsberatung dar.

Im Bereich der Qualitätsverbesserung der Außer-Haus-Verpflegung wird es in Deutschland für die Gemeinschaftsverpflegung erstmals einheitliche Standards geben. Die DGE wurde diesbezüglich vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beauftragt, Qualitätsstandards zu erarbeiten, mit deren Hilfe individuelle Verpflegungskonzepte und eine daran angepasste Außer-Haus-Verpflegung angeboten werden können. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen, vom Kleinkind bis zum Senior, zu berücksichtigen. Die Qualitätsstandards für die Schulverpflegung und für die Betriebsverpflegung liegen bereits vor – und werden kostenlos an Schulen und Betriebe abgegeben. Derzeit erarbeitet die DGE Standards für Kindertageseinrichtungen; für Senioreneinrichtungen und Essen auf Rädern sind weitere Standards in Vorbereitung. Alle Empfehlungen basieren auf den wissenschaftlichen Grundlagen der D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr sowie den Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl anhand der Dreidimensionalen Lebensmittelpyramide und den 10 Regeln der DGE.

Hintergrundinformation

Seriöse Informationsvermittlung in der Ernährungsaufklärung und -beratung aber auch eine verbesserte Qualität bei der Verpflegung außer Haus haben einen hohen Stellenwert. Immer mehr Verbraucher werden mit einer Fülle von Ernährungsinformationen konfrontiert. Auch wenn das Grundwissen über ausgewogene Ernährung vorhanden ist, wissen viele Menschen nicht, an welchen Empfehlungen sie sich orientieren sollen. Die DGE erarbeitet an dieser Stelle richtungweisende, abgesicherte Informationen. Sie sorgt dafür, dass diese Informationen der Fachwelt und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Besonderes Anliegen ist es, die Qualität der Beratung von Verbrauchern abzusichern. So kommt der Fort- und Weiterbildung von Fachkräften als Multiplikatoren eine besondere Bedeutung zu. Die DGE engagiert sich seit Jahren für eine entsprechende Anbieterqualifikation von Dienstleistern und Multiplikatoren und bietet Fortbildungen für Ernährungsfachkräfte an. ErnährungsberaterInnen/DGE sind hochqualifizierte, von der DGE fortgebildete Fachkräfte für den Bereich der Ernährungsberatung und -kommunikation.

Sobald außer Haus gegessen wird, hat der Einzelne meist wenig Einfluss auf die Qualität und Zusammenstellung des Essens. Dabei steigt die Tendenz zum Außer-Haus-Verzehr, wie die Daten des Ernähungsberichts 2004 der DGE zeigen: Rund ¼ der Bevölkerung über 12 Jahre isst einmal täglich außer Haus, das sind 8 % mehr als noch vor 10 Jahren. Allein Lebende, vor allem berufstätige Singles, sind mit fast 52 % an den Werktagen die größte Gruppe. Möglichst viele Menschen sollen Zugang zu bedarfsgerechten, gesundheitsfördernden Angeboten einer Außer-Haus-Verpflegung haben. Um hier die Qualität zu verbessern sind in den bereits erhältlichen Qualitätsstandards für die Schulverpflegung und Betriebsverpflegung verschiedene Anforderungen definiert, die Anbietern von Außer-Haus-Verpflegung als Hilfestellung dienen.

Die in der DGE ansässigen Projekte „FIT KID“, „fit im Alter“ „Schule + Essen = Note 1“ sowie „JOB&FIT“ sind Teil des nationalen Aktionsplans zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Bundesministeriums für Gesundheit. Er ist eine Chance, die vielen Initiativen und Projekte die es in Deutschland zu ausgewogener Ernährung, Bewegung und Prävention gibt, zu bündeln und die Bevölkerung zu einem gesundheitsfördernden Lebensstil zu motivieren. Dazu bedarf es zudem weiterer wissenschaftlicher Forschungen, die fundierte Daten über den Ernährungs- und Gesundheitszustand der Bevölkerung liefern.

Der vollständige Bericht ist beim BMELV als Dokument abrufbar.


Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Tel: +49 228 3776-600
Fax: +49 228 3776-800

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Weitere Informationen

Projekte der DGE im Rahmen von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert durch das BMEL.

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