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DGE-Newsletter November 2021

High Protein-Produkte – höhere Kosten, aber kein gesundheitlicher Nutzen

Das Angebot an mit „Protein“ beworbenen Lebensmitteln hat sich in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Immer mehr Produkte mit Bezeichnungen wie „High Protein“, „reich an Protein“ oder „Proteinquelle“ finden sich in den Supermarktregalen, darunter Müsli, High-Protein-Pudding, Proteineis oder auch Linsenchips. Doch der Großteil der Bevölkerung ist ausreichend mit Protein versorgt. Eine Extraportion Protein über diese vergleichsweise teuren Lebensmittel ist nicht notwendig. Selbst gesunde Menschen, die aufgrund ihres Alters oder bei Leistungssport einen höheren Proteinbedarf haben, können ihn über herkömmliche proteinreiche Lebensmittel decken. Dazu zählen neben Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern vor allem Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen.

DGE-Presseinformation „High-Protein-Produkte sind überflüssig

DGE-Blog „Diabetes mellitus Typ 2 und das Mikrobiom“

Im Fokus des Blogbeitrages „Diabetes mellitus Typ 2 und das Mikrobiom – Erkenntnisse aus der interdisziplinären Forschung“ steht die Frage nach dem Zusammenhang zwischen dem zirkadianen Rhythmus und dem Mikrobiom bei metabolischen Erkrankungen.

Prof. Dr. Dirk Haller von der TU München und sein Team haben in der Studie „Arrhythmic Gut Microbiome Signatures Predict Risk of Type 2 Diabetes“ nachweisen können, dass spezifische Darmbakterien rhythmischen Schwankungen unterliegen und dass bei Diabetes mellitus Typ 2 dieser Rhythmus unterbrochen ist. Im Interview, das auch in unserem Wissenschaftsmagazin DGEwissen veröffentlicht wurde, geht es um die Bedeutung des zirkadianen Rhythmus, um die Rhythmusunterbrechung bei Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas sowie um die beteiligten Bakterienarten.

DGE-Blog Diabetes mellitus Typ 2 und das Mikrobiom Erkenntnisse aus der interdisziplinären Forschung

Nachhaltigkeit: „Ernährung braucht mehr Aufmerksamkeit“ – Interview mit Prof. Britta Renner und Prof. Achim Spiller

Was sind die Ziele nachhaltigerer Ernährung? Welche Rolle spielt dabei die Ernährungsumgebung und welchen Beitrag kann ernährungswissenschaftliche Forschung dazu leisten? In unserem Blogbeitrag zur Nachhaltigkeit: „Ernährung braucht mehr Aufmerksamkeit“ haben wir Prof. Dr. Britta Renner, Vizepräsidentin der DGE und stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE) und Prof. Dr. Achim Spiller, Vorsitzender des WBAE und Mitglied in der Zukunftskommission Landwirtschaft interviewt. Darin geben sie Einblick in ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Herausforderungen, das Ernährungssystem Deutschlands nachhaltiger zu gestalten.

DGE-Journalisten-Preis 2021 verliehen

Zum Wissenschaftlichen Symposium Ende September verlieh die DGE die diesjährigen Journalisten-Preise für wissenschaftlich fundierte, investigative und zielgruppengerechte Beiträge zu aktuellen Ernährungsthemen. Die Journalist*innen wurden in den Kategorien Tages- und Wochenzeitung, Publikumszeitschriften, Hörfunk, Fernsehen/TV und Internet/Social Media für ihr besonderes Engagement im Bereich Ernährungsaufklärung ausgezeichnet.

Die Preisträger*innen 2021
Demnächst startet die Bewerbung für den DGE-Journalisten-Preis 2022.

Ergänzungsmodul zum Medienpaket „Diabetes mellitus Typ 2“mit Patient*inneninfos in türkischer Sprache

Für die Ernährungsberatung und -therapie von Menschen türkischer Herkunft hat die DGE zusammen mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ein Ergänzungsmodul mit ausgewählten Vorlagen und Infoblättern zum Medienpaket „Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2“ herausgegeben. Um besser auf die kulturellen Besonderheiten eingehen zu können, bietet die Erweiterung einen kurzen Überblick über die türkische Küche und ihre Tradition sowie über die unterschiedlichen Familienkulturen mit Themen wie Mahlzeitenstruktur, Feste und Feiern, soziale Faktoren und religiöse Aspekte, Urlaub und Freizeit sowie Ideen für die Vorbereitung auf das Beratungsgespräch. Das Begleitmaterial steht zum kostenfreien Download zur Verfügung und umfasst u. a. einen Anamnesebogen sowie ein 7-Tage-Ernährungsprotokoll. Fotokarten mit Lebensmitteln, die besonders in der türkischen Küche Verwendung finden, wie Mantı, Pastırma, Simit, Ayran usw. helfen, die Beratungsinhalte zu vermitteln.

DGE-Medienservice: Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Beratung bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2 - Ergänzungsmaterial

14. DGE-Ernährungsbericht – englische Zusammenfassung kostenfrei erhältlich

Der Nutrition Report zum 14. DGE-Ernährungsbericht enthält Zusammenfassungen und Kernaussagen der fünf Kapitel in englischer Sprache. Diese informieren zur Ernährungssituation in Deutschland und präsentieren die Ergebnisse der nutritionDay-Auswertung, der SuSe-II-Studie und der VeChi-Youth-Studie. Die drei Forschungsvorhaben wurden speziell für den Bericht durchgeführt und haben besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen im Fokus. Des Weiteren beschäftigt sich der 14th Nutrition Report mit der Prävention chronischer Erkrankungen durch Ernährung. Er ist als kostenloser Download ab sofort erhältlich, ebenso wie ausgewählte Grafiken in englischer Sprache.

14th DGE-Nutrition Report
14th DGE-Nutrition Report summary (pdf)

DGE-Fortbildungsprogramm 2022 online

Ab sofort können Sie sich für die DGE-Fortbildungen im kommenden Jahr anmelden. Das Angebot besteht aus Online-Seminaren und Seminaren in Präsenz in Bonn und Esslingen mit zahlreichen Themen im Bereich Diätetik, Ernährungsberatung und Gemeinschaftsverpflegung. Bei den Selbstlernaufgaben, die zeitunabhängig bearbeitet werden können, wird die Nachhaltigere Ernährung zusätzlich zu den Themen Ernährungserhebung und Ernährungssoziologie aufgenommen. Der Lehrgang „Ernährungsberater*in/DGE“ wird in vier verschiedenen Formaten angeboten – als reine Präsenz- oder reine Online-Veranstaltung sowie in zwei verschiedenen Blended-Learning-Konzepten als Kombi- und Intensivvariante.

Auch die Sektionen und Vernetzungsstellen bieten wieder verschiedene Seminare und Tagungen zu Themen wie Multiple Sklerose, Schichtarbeit, Einkaufstraining oder Ernährung von Kinder in Kita und Co. an.

Fortbildungen 2022

nutritionDay Projekt – seien Sie dabei!

Am 04. November 2021 ist nutritionDay. Das Projekt ist eine weltweite Initiative mit dem Ziel, das Wissen und Bewusstsein über krankheitsbedingte Mangelernährung zu stärken. Durch jährliche Auswertungen will es die Patientensicherheit und die Qualität der Ernährungsversorgung in Gesundheitseinrichtungen insgesamt verbessern.

Am nutritionDay werden weltweit von teilnehmenden Gesundheitseinrichtungen, wie Krankenhäusern und Pflegeheimen, anonymisierte Daten gesammelt. Anschließend erhalten die Teilnehmer*innen eine Auswertung ihrer Ergebnisse. Teilnehmende Stationen können so ihre individuelle Prävalenz von Mangelernährung bewerten und Verbesserungspotenziale identifizieren. Die Teilnahme und Auswertung ist für alle Einrichtungen kostenlos.

www.nutritionday.org/de/

Die ÖGE feiert ihr 70-jähriges Bestehen

Seit 1951 unterstützt die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) u. a. die ernährungswissenschaftliche Forschung, informiert über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen und bietet Ernährungsfachkräften qualifizierte Fortbildungsangebote an. Anlässlich dieses Jubiläums widmet sie ihre Jahrestagung vom 24.-26. November 2021 dem Thema 70 Jahre ÖGE "The past, the present and the future". In einer Mischung aus Präsenz- und Online-Veranstaltung geht es darum, das langjährige Bestehen zu feiern, aber auch zu rekapitulieren, wo die Fachgesellschaft heute steht. Neben der Präsentation der D-A-CH-Referenzwerte für die Ballaststoffzufuhr und den Dimensionen nachhaltigerer Ernährung, geht es um die Fragen Warum wir essen, was wir essen, Was uns ein gesunder Lebensstil wirklich bringt und Was kommt in Zukunft auf unseren Teller.

Programm und Anmeldung

Magen-Darm-Tag 2021 am 6. November

Am 6. November richtet die Gastro-Liga e. V. zusammen mit der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM), und dem Verein zur Förderung der Allergie- und Endoskopieforschung e. V. (VAEM) den Magen-Darm-Tag aus. Ziel der bundesweiten Aufklärungsaktion ist es, fundierte und allgemein verständliche Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung zu vermitteln. Im Mittelpunkt stehen zum einen der richtige Umgang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien und zum anderen das Mikrobiom und seine Bedeutung für die Verdauung und die Gesundheit.

Jeder dritte Deutsche leidet unter wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden. In Informationsveranstaltungen und Webinaren können Betroffene und Interessierte mehr über ernährungsmitbedingte Erkrankungen, ihre Diagnostik und mögliche Therapien erfahren. Die Teilnahme ist kostenfrei.

https://www.gastro-liga.de/aktionstage/was-tun-wenn-ernaehrung-krank-macht/

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Tel: +49 228 3776-600
Fax: +49 228 3776-800

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Projekte der DGE im Rahmen von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert durch das BMEL.

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