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DGE-Newsletter Mai 2021

Lebensmittelallergien im Fokus – aktualisierte DGE-Infothek für die Beratung

Zur Häufigkeit von Lebensmittelallergien liegen in Deutschland nur wenige Daten vor. Schätzungsweise 4 % der Bevölkerung haben eine Allergie auf Lebens­mittel. Kreuzreaktionen, die aufgrund einer bestehenden Pollenallergie auftreten, kommen hingegen weitaus häufiger vor. Eine generelle Allergiediät gibt es nicht, die Ernährung muss individuell an die Allergieauslöser und die Bedürfnisse des Betroffenen angepasst werden.

Die vollständig überarbeitete DGE-Infothek „Essen und Trinken bei Lebensmittelallergien“ erläutert neben Ursachen, Symptomatik und Diagnostik auch die häufigsten Allergien im Jugend- und Erwachsenenalter und ist für Ernährungsfachkräfte ein ideales Medium zur Weitergabe an Betroffene. Sie finden in der Broschüre Tipps zur Lebensmittelauswahl und Hinweise auf Produkte, in denen die Allergieauslöser ggf. zum Einsatz kommen. Infos zur Allergenkennzeichnung sowie nützliche Adressen zur qualifizierten Ernährungsberatung und Organisationen ergänzen die Infothek. Die 36-seitige Broschüre ist zum Preis von 1,00 € zzgl. Versandgebühren im DGE-MedienService erhältlich.

DGE-MedienService: Essen und Trinken bei Lebensmittelallergien

Den „einen Allergietest“ gibt es nicht – neuer DGE-Blogbeitrag

Für eine eindeutige Diagnose und die erfolgreiche Behandlung einer Lebensmittelallergie ist das Zusammenspiel aus Anamnese, Allergiediagnostik und diätetischen Verfahren entscheidend. Häufig versprechen unseriöse Angebote jedoch bereits mit einem Test die Klärung der Allergieauslöser. Als weitere Maßnahmen erhalten Betroffene i.d.R. eine Auflistung von Lebensmitteln, die vermieden werden sollen. Eine qualifizierte Ernährungsberatung wird nicht angeboten. Oftmals führt eine Ernährungsumstellung ohne eine gesicherte Allergiediagnostik jedoch zu einer unnötigen Meidung einzelner Lebensmittel oder ganzer Lebensmittelgruppen. Dies birgt wiederum das Risiko einer Unterversorgung an Nährstoffen oder auch die nicht notwendige Einschränkung der Lebensmittelqualität. Der aktuelle DGE-Blogbeitrag „Unseriöse Allergiediagnostik“ erläutert das Vorgehen bei der Allergiediagnostik und die Bedeutung einer fundierten Ernährungsberatung. Er bietet zudem einen Überblick zu ungeeigneten und unwissenschaftlichen Methoden der Allergieabklärung.

DGE-Blogbeitrag „Unseriöse Allergiediagnostik

10 Regeln der DGE in polnischer Sprache

Für die bessere Verständigung und Vermittlung einer gesundheitsfördernden Ernährung bietet die DGE ihre 10 Regeln in verschiedenen Sprachen an. Neben Arabisch, Englisch, Französisch, Persisch, Russisch und Türkisch gibt es nun auch eine polnische Übersetzung. Das dazugehörige Infoblatt in Polnisch oder in Deutsch-Polnisch kann insbesondere in der Verbraucher*innen- und Ernährungsberatung sowie im Unterricht eingesetzt werden. Die übersetzten 10 Regeln der DGE stehen zum kostenfreien Download zur Verfügung.

10 Regeln der DGE in Polnisch

DGE-Fortbildungen: Drei zusätzliche Online-Seminare im Juni

Die DGE bietet aufgrund der hohen Nachfrage im Juni drei Zusatztermine zu verschiedenen Themen an. Das Online-Seminar vom 8.–9. Juni beschäftigt sich mit dem praxisnahen Vorgehen in der Ernährungstherapie bei Fruktosemalabsorption, Laktose- und Histaminintoleranz. Am 28. Juni geht es um Essauffälligkeiten bei Kindern. Die Fortbildung bietet zu diesem Thema Hilfestellungen bei der Beratung von Eltern mit Kindern aller Altersstufen bis zu 10 Jahren. Im dritten Seminar vom 30.6.–1.7. lernen die Teilnehmenden das Einkaufstraining als praxisnahes Instrument in der Ernährungsberatung kennen.

Seminarübersicht

JOB & FIT: Kostenfreier Online-Workshop am 10. Juni für Verantwortliche im BGM

Schon lange geht die Betriebsverpflegung weit über das Bereitstellen einer warmen Mahlzeit hinaus. Mit einem gesundheitsfördernden und nachhaltigen Speisenangebot sowie einer angenehmen Atmosphäre sollte sie ihre Tischgäste einladen und motivieren, sich ausgewogen zu ernähren. Der aktuelle DGE-Qualitätsstandard zur Betriebsverpflegung hilft Verantwortlichen, diese Herausforderungen umzusetzen und damit zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Beschäftigten beizutragen.

Wie lassen sich Aktionen zur Gesundheitsförderung mit der Verpflegung in Betrieben erfolgreich verknüpfen? Das vermittelt ein halbtägiger, kostenfreier Online-Workshop für Verantwortliche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) am 10. Juni 2021. Ziel ist es, Teams so zu verpflegen, dass Gesundheit, Klima, Umwelt und die Unternehmen davon nachhaltig profitieren.

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Essen und Trinken in der Kita – Fachtagung der Sektion Niedersachsen am 23. Juni

Bereits zum 10. Mal lädt die DGE-Sektion Niedersachsen zur Fachtagung „Tischlein deck dich“ ein. Zum Jubiläum steht das Thema „Essen und Trinken in der Kita: Gestern – Heute – Morgen“ im Fokus.

Die digitale Veranstaltung startet am 23. Juni 2020 nachmittags mit einem Vortrag zu „Essen und Trinken in der KiTa – wo stehen wir heute?“ Prof. Arens-Azevêdo, Mitglied des Wissenschaftlichen Präsidiums der DGE, beleuchtet den aktuellen Stand der Wissenschaft, schlägt eine Brücke zu Verpflegungen in der Kita und zeigt auf, welche Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft in der Lebenswelt KiTa existieren. In den darauffolgenden Tagen können die Teilnehmenden ein themenspezifisches Forum besuchen. Angeboten werden: Lernort Bauernhof, Essen in der Kinderkrippe, Sport und Ernährung, Kindgerechte Rezepte, Geschmack und Qualitätsstandards. Die Kosten für die Teilnahme am Vortrag und an einem Workshop betragen 10,00 €. Anmeldungen sind bis zum 18. Juni möglich.

Programm und Anmeldung

Online-Seminar der Sektion Schleswig-Holstein „Die M & Ms: Mund und Magen“

Welche Aufgaben übernehmen Mund und Magen im Gastrointestinaltrakt, was ist über die Physiologie und Funktion beider Verdauungsorgane bekannt? Das Online-Seminar „Die M & Ms: Mund und Magen – Das Tor zur optimalen Verdauung“ am 15. und 16. Juli 2021 jeweils 8.30-12.00 Uhr beschäftigt sich mit Fragen zu Dysfunktionen und zum Einfluss von Ernährungsmustern auf Transitzeiten. Die Fortbildung zeigt, wie Ernährungsinterventionen auf die Stoffwechselaktivitäten in Mund und Magen wirken und damit Einfluss auf pathophysiologische Zustände genommen werden kann. Die Teilnahme kostet 165 €.

Programm und Anmeldung

ÖGE-Frühjahrssymposium 2021: COVID-19 und Gesundheit

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) widmet sich in diesem Jahr dem aktuellen Thema „(Post-)Covid-19 und Gesundheit – die richtige Lebensmittelauswahl im Fokus". Am 17. Juni geht es u. a. um den höheren Stellenwert der Ernährung in Zeiten von COVID-19, den positiven Beitrag eines gesunden Lebensstils auf das Erkrankungsrisiko und unsere Psyche, die positiven und negativen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf das Ernährungsverhalten, den neuen Trend zum Kochen daheim und um praktische Empfehlungen für die Ernährung im Home-Office. Nutzen Sie den Frühbucherrabatt bis zum 31. Mai.

Programm und Anmeldung

Culinary Medicine – neues Fach für Mediziner*innen zur Übersetzung ernährungsmedizinischer Erkenntnisse

Culinary Medicine ist eine neue Methode, die Erkenntnisse der Ernährungsmedizin praxisnah in die Lebenswelten von Patient*innen zu übersetzen und die ärztliche Beratungskompetenz bei ernährungsassoziierten Erkrankungen zu verbessern. Das Lehrformat ist ein indikationsbezogener Kochkurs für Medizinstudierende, international „Teaching Kitchen“ genannt, der auf dem Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) basiert. Er verbindet die Ernährungsmedizin, -wissenschaft, und -psychologie mit praktischer Kulinarik. Die Universitätsmedizin Göttingen bietet das Lehrformat im Rahmen eines Pilotprojekts unter der Leitung von PD Dr. Thomas Ellrott, Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE, seit dem Wintersemester 20/21 zusammen mit dem Verein CookUOS e. V. an. Zwei weitere Universitäten, die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und die Justus-Liebig-Universität Gießen, nehmen nach der erfolgreichen Einführung ebenfalls die Lehre des innovativen Wahlfachangebots Culinary Medicine zum Sommersemester 2021 auf.

Weitere Informationen gibt es auf der aktuellen Webseite der beteiligten Institutionen, dem Institut für Ernährungspsychologie der Universität Göttingen und dem Verein cookUOS e.V.: culinarymedicine.de

20 Jahre Bio-Siegel als Kennzeichen für ökologische Produktion und artgerechte Tierhaltung

Seit 20 Jahren hilft das Bio-Siegel Verbraucher*innen auf einem Blick, Produkte und Lebensmittel zu erkennen, die nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert wurden. 2001 führte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das sechseckige Siegel als verlässliche Orientierungshilfe ein. Seitdem sind fast 90.000 Produkte von über 6.000 Unternehmen registriert. Rechtsgrundlage ist das Öko-Kennzeichengesetz. Das Bio-Siegel kann auf freiwilliger Basis zusätzlich zum verpflichtenden EU-Bio-Logo genutzt werden.

BMEL - Ökologischer Landbau - Bio-Siegel

Vortrag zu Ernährung und Alterungsprozessen auf der UGB-Tagung 2021

Rund 600 Teilnehmende aus 6 Nationen begrüßte der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V (UGB), der in diesem Jahr auch sein 40-jähriges Jubiläum feiert, zu seiner Tagung „Ernährung aktuell“. Prof. Dr. Gunter P. Eckert von der Universität Gießen und Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE, informierte in einem Vortrag zum Einfluss der Ernährung auf Alterungsprozesse. Ernährung, insbesondere Polyphenole als Inhaltsstoffe der mediterranen Diät, scheinen eine wichtige Rolle bei der Prävention zu spielen. Ein Energiedefizit sowie die Produktion von schädigenden Sauerstoffspezies leisten in den Kraftwerken der Zellen, den Mitochondrien, Alterungs- und Krankheitsprozessen Vorschub. Polyphenole und deren Metabolite wirken der sogenannten mitochondrialen Dysfunktion als gemeinsame Endstrecke von Alterungs- und demenziellen Prozessen im Gehirn entgegen.

Auch wenn Polyphenole alleine nicht der Behandlung einer Alzheimer Demenz dienen können, leisten sie dennoch einen wesentlichen Beitrag dazu, gesünder zu altern. Die Hotspots der über 100-Jährigen u. a. auf Sardinien und Okinawa, scheinen dies zu bestätigen. Eine Kombination aus pflanzenbetonter Ernährung, reich an Gemüse und Obst (5 am Tag) mit vielen Polyphenolen, ein gesunder Lebensstil, Nichtrauchen, moderate Bewegung, Sonnenschein sowie soziale Interaktion und Integration scheinen den Alterungsprozess nachweislich zu beeinflussen.

www.ugb.de

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