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14. DGE-Ernährungsbericht

Forschungsvorhaben: Studie zur Erhebung von Daten zum Stillen und zur Säuglingsernährung in Deutschland – SuSe II

 SuSe II LogoEine effektive Stillförderung ist sowohl in Hinblick auf den nutritiven Wert der Muttermilch als auch die gesundheitlichen Vorteile des Stillens für Mutter und Kind wünschenswert. Ernährungswissenschaftler und Mediziner empfehlen eine Phase von vier bis sechs Monaten, in denen das Kind nach der Geburt ausschließlich durch Muttermilch ernährt wird.

Die Realität sah jedoch lange anders aus, ergab vor 20 Jahren die erste bundesweite Studie zu “Stillen und Säuglingsernährung in Deutschland“ (SuSe), die vom damaligen Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (FKE) durchgeführt und im Rahmen des Ernährungsberichts 2000 publiziert wurde. Schon nach wenigen Wochen stillte kaum noch jede zweite Mutter ihr Baby ohne Zufütterung. Beteiligt an der Studie waren damals 170 Kliniken und 1700 Mütter.

Um aktuelle und umfassende Daten zu Stillquoten, Stillverhalten sowie zur Säuglingsernährung zu erheben und einen Vergleich zwischen damaliger und heutiger Situation anzustellen, wird im Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichts eine neue, ebenso groß angelegte Studie durchgeführt (SuSe II). Die überwiegend auf paper-pencil-Methoden basierende Untersuchung im Rahmen der SuSe I wird im Zuge der Neuauflage um eine online-basierte Erhebung und Auswertung der Daten erweitert.  Die Ergebnisse sollen aufzeigen, welche Auswirkungen die Stillförderung in Deutschland hat und zur Entwicklung neuer Ansätze für zukünftige Maßnahmen beitragen.

Forschungsnehmer:

Den Zuschlag für die Durchführung erhielt das neue Forschungsdepartment für Kinderernährung (FKE), das der Universitätskinderklinik Bochum seit 2016 angegliedert ist.

Laufzeit:

Juni 2017 bis März 2019

Förderung:

Die Studie zum Stillverhalten von Müttern in Deutschland wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Forschungsvorhaben: Vegetarische Ernährung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – VeChi-Youth-Studie

Vechi Youth StudieVegetarische Ernährungsformen bieten gesundheitliche Vorteile, bergen jedoch für Kinder und Jugendliche aufgrund ihres wachstumsbedingt höheren Bedarfs an bestimmten Nährstoffen das Risiko einer unzureichenden Nährstoffversorgung.  Verfügbare Daten zum Ernährungs- und Gesundheitsstatus vegetarisch bzw. vegan ernährter Kinder und Jugendlicher erlauben bisher keinen Rückschluss auf die aktuelle Situation in Deutschland.

Um diese wichtige Forschungslücke über die gesundheitliche Bedeutung einer veganen oder vegetarischen Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen zu schließen, wird im Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichts eine Querschnittsstudie durchgeführt, in der das Ernährungsverhalten, die Nährstoffversorgung und der Gesundheitsstatus von insgesamt ca. 400 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren, die sich vegan, vegetarisch oder omnivor ernähren, erhoben und verglichen werden soll. An der Multicenter-Studie sind insgesamt 3 Studienzentren (Berlin, Herdecke, Filderstadt) beteiligt. Die Untersuchungs- und Erhebungsmethoden umfassen u. a. standardisierte anthropometrische Messungen zur Beurteilung von Wachstum und Körpergröße, Ernährungsprotokolle zur Bestimmung des Ernährungsverhaltens, Urin- und Blutproben zur Bestimmung des Versorgungsstatus mit potentiell kritischen Nährstoffen sowie Fragebögen u. a. zur Erfassung der körperlichen Aktivität und des sozioökonomischen Status.

Die Ergebnisse sollen einen wichtigen Beitrag zur Bewertung gesundheitlicher Vor- und Nachteile vegetarischer Ernährungsformen im Vergleich zu einer omnivoren Ernährung im Kindes- und Jugendalter leisten und die Ableitung konkreter Empfehlungen sowie Hinweise zur Verbesserung von Beratungsangeboten für diese Personengruppe ermöglichen.

Forschungsnehmer:

Den Zuschlag für die Durchführung erhielt die Bietergemeinschaft der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zusammen mit der Charité Universitätsmedizin Berlin und Immanuel Diakonie Berlin, der Universität Witten/Herdecke sowie der Filderklinik in Filderstadt-Bonlanden.

Laufzeit:

Juni 2017 bis März 2019

Förderung:

Die Studie zur vegetarischen Ernährung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Nähere Informationen zur Studie und zu den Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter https://www.vechi-youth-studie.de/

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Tel: +49 228 3776-600
Fax: +49 228 3776-800

DGE-Ernährungskreis

Weitere Informationen

Projekte der DGE im Rahmen von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert durch das BMEL.

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