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Presseinformation: Presse, DGE intern 03/2009 vom 13. März
DGE intern

DGE verleiht Hans Adolf Krebs-Preis 2009

Junge Wissenschaftlerin der Universität Potsdam ausgezeichnet


(dge) Die Ernährungswissenschaftlerin Andrea Henze (28) vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam ist die Preisträgerin des Hans Adolf Krebs-Preis 2009 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. Anlässlich des 46. Wissenschaftlichen Kongresses der DGE an der Justus-Liebig-Universität in Gießen verlieh Prof. Dr. Peter Stehle, Präsident der DGE, den Preis an die junge Wissenschaftlerin.

Andrea Henze, Preisträgerin des Hans Adolf Krebs-Preises 2009 (links); Prof. Dr. Peter Stehle, Präsident der DGE (rechts)

Sie erhält den Preis für ihre Publikation Evidence that kidney function but not type 2 diabetes mellitus determines retinol-binding protein 4 (RBP4) serum levels. Das Fettgewebe wurde lange Zeit nur als Energiespeicher angesehen. Untersuchungen der letzten Jahre identifizierten das Fettgewebe jedoch als hoch aktives metabolisches und endokrines Organ, in dem zahlreiche bioaktive Peptide – so genannte Adipokine – gebildet werden. Hierzu zählt auch das Retinol-Bindungsprotein 4 (RBP4), das möglicherweise an der Entstehung von Insulinresistenz und Diabetes mellitus Typ 2 beteiligt ist. Verschiedene Studien zeigten bisher inkonsistente Ergebnisse für einen Zusammenhang zwischen erhöhtem RBP4, Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2. Da der RBP4-Stoff-wechsel eng mit der Nierenfunktion verknüpft ist, war es Ziel dieser prämierten Studie, den eigentlichen determinierenden Faktor der RBP4-Konzentration – Diabetes mellitus Typ 2 oder Nierenfunktion – zu identifizieren. „Die Jury beein-druckte vor allem der wegweisende Forschungsansatz und die methodisch innovative Vorgehensweise der Arbeit“, betonte Stehle in seiner Laudatio.

Frau Henze ist seit Dezember 2004 Doktorandin am Institut für Ernährungs-wissenschaft der Universität Potsdam im Fachbereich Physiologie und Patho-physiologie der Ernährung. Sie studierte dort bis 2003 Ernährungswissenschaft mit Abschluss Diplom. Auch in ihrer Dissertation beschäftigt sich die Wissen-schaftlerin mit quantitativen und qualitativen Veränderungen des RBP4 bei Nierenerkrankungen.

Die DGE verleiht den mit 5 000 EUR dotierten Hans Adolf Krebs-Preis für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit innovativen Fragen auf den Gebieten der Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften auseinandersetzen. Der Mediziner, Biochemiker und Nobelpreisträger Sir Hans Adolf Krebs entdeckte den Citrat-Zyklus, auch als Krebs-Zyklus bekannt, und stellte damit die wichtigste biochemische Reaktionsfolge für den oxidativen Endabbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen dar. Der Preis wird von der Stiftung zur Förderung der DGE getragen. Mit Andrea Henze zeichnete die DGE seit 1981 nunmehr zehn Wissenschaftler mit dem Hans Adolf Krebs-Preis aus.


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