Der Wissenschaft verpflichtet — Ihr Partner für Essen und Trinken
Startseite Unsere Medien können Sie über unseren Versandservice beziehen Impressum
 
Menu

DGEInfo

DGE-Newsletter
Newsletter Jetzt kostenlos anmelden!

DGE-Projekte

IN-FORM-Projekte

Fit im Alter FIT KID JOB&FIT Schuleplusessen

Projekte der DGE im Rahmen von „IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert durch das BMELV.


Dreidimensionale Lebens-
mittelpyramide
Abbildung der dreidimensionalen Lebensmittelpyramide

DGE-Info
Aus dem Bereich: Ernährung

Sichere Verpackung für Lebensmittel
27.03.2007

Mathematisches Modell zur Ermittlung der Lebensmittelbelastung

DGEinfo 02/2007 - Essen & Trinken

Der Übergang von Kunststoffzusätzen aus der Verpackung in Lebensmittel kann gesundheitsschädlich sein. Zur schnellen und einfachen Ermittlung der Belastung von Lebensmitteln haben Wissenschaftler ein mathematisches Modell entwickelt. Damit lässt sich die Konzentration für unterschiedliche Kunststoffe in Lebensmitteln berechnen.



Aus hygienischen Gründen sind die meisten Lebensmittel in Kunststoffverpackungen gehüllt. Zur Sicherstellung von Langlebigkeit und Robustheit enthalten Flaschen, Saftkartons sowie Kunststofffolien Zusätze, welche jedoch auch in das jeweilige Lebensmittel übergehen können. Zum Gesundheitsschutz der Verbraucher sind Grenzwerte für diese Stoffe festgelegt.

Mit Hilfe eines neuen mathematischen Modells kann die Menge der Zusätze, welche in die Lebensmittel übergehen, festgestellt werden. Auf diese Weise lässt sich die Konzentration unterschiedlicher Kunststoffe in der Nahrung berechnen.

Entwickelt wurde das System im EU-Projekt „FOODMIGROSURE“ von Wissenschaftlern des Frauenhofer Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung in Kooperation mit Partnern aus der Industrie.

Zur Vereinfachung des Verfahrens wurde zunächst gesetzlich festgelegter flüssiger Lebensmittelersatz zur Analyse verwendet. Die Auswertungen zeigten aber, dass eine Schlussfolgerung von Lebensmittelersatz auf feste Lebensmittel nicht möglich ist. Denn die Laborergebnisse, die man mit flüssigen Ersatzstoffen erhält, erweisen sich nicht immer als zuverlässig. Die Lebensmittelbelastung liegt häufig höher als angenommen.

Verlässliche Daten liefert das neue Verfahren, welches auf Untersuchungen realer Lebensmittel basiert. Auf dieser Grundlage entstand eine weltweit einzigartige, systematische Datensammlung. Anhand verschiedener Modelle lässt sich zeigen,

  • wie sich Zusätze im Kunststoff bewegen,
  • wie viele dieser Stoffe an der Kontaktfläche von Kunststoff und Lebensmittel in das Lebensmittel übergehen sowie
  • wie sich die Zusätze im Lebensmittel selbst verteilen.

Folglich berücksichtigen die Modelle neben der Lebensmittelstruktur (z. B. Fettgehalt und Festigkeit) auch die Kunststoffart der Verpackung sowie verschiedene Zusatzstoffe und die Lebensmittelmenge, die vom Verbraucher durchschnittlich verzehrt wird.

In einer Formel zusammengefasst, lässt sich somit für ein Lebensmittel berechnen, wie viele Zusatzstoffe aus der Verpackung enthalten sind.

Das Ziel des Forschungsprojektes ist die Etablierung einheitlicher und standardisierter Analysemethoden in Europa mittels dieses mathematischen Gerüstes.

Das Verfahren trägt zur Kosteneinsparung in der Industrie bei. Die computerunterstützte Prüfung liefert im Vergleich zu einer Prüfung im Labor bei geringerem Aufwand genauere Ergebnisse.

Quelle: Frauenhofer-Gesellschaft Presseinfo v. 12.12.06




 
Verwandte Links
· Mehr zu dem Thema DGE-Info
· Nachrichten von graubner


Der meistgelesene Artikel zu dem Thema DGE-Info:
Die Dreidimensionale Lebensmittelpyramide


Einstellungen

Druckbare Version  Druckbare Version


Der Wissenschaft verpflichtet — Ihr Partner für Essen und Trinken   
Fit im Alter Logo Fitkid Logo Schule+Essen-Logo Jobfit-Logo
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. © 2008 DGE.