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DGE-aktuell
Aus dem Bereich: Presse

LDL-Cholesterol im Blut – zu viel macht krank
27.06.2006

Bundesweite Aktionen zur Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten am „Tag des Cholesterins“

DGE-aktuell 10/2006 vom 27.06.2006

(dge) Die Blutfettwerte spielen eine große Rolle für die Gesundheit des Menschen. Eine zu hohe Konzentration des Cholesterols im Blut, insbesondere ein hoher LDL-Cholesterolwert, ist ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Diese sind seit Jahren Haupttodesursache in Deutschland. Dagegen schützen größere Mengen an HDL-Cholesterol die Arterien vor Fettablagerungen und vorzeitiger Arteriosklerose.



Die Blutfettwerte sind als „normal“ einzustufen, wenn die Konzentration an Gesamtcholesterol < 200 mg/dl und die an ldl-cholesterol < 160 mg/dl liegt sowie hdl-cholesterol bei mindestens 40 mg/dl und die triglyceride < 150 mg/dl liegen (dgff lipid-liga e. v. 2005).

Sind Ihre Blutfettwerte in Ordnung? Dieser Frage können Sie am „Tag des Cholesterins“ auf den Grund gehen. Der Aktionstag der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. findet am 30. Juni statt. Bei der Zentralveranstaltung in Freiburg im Breisgau sowie bundesweit in teilnehmenden Betrieben, Apotheken und Arztpraxen ist die Bevölkerung aufgerufen, ihre Cholesterolwerte messen zu lassen.

Eine vollwertige Ernährung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. kann helfen, die Blutfettwerte in ihren „Normbereichen“ zu halten und die Gesundheit zu fördern. Die DGE empfiehlt, Fleisch und Wurstwaren sowie Eier in Maßen zu verzehren, bei Fett und fettreichen Lebensmittel zurückhaltend zu sein und dabei pflanzliche Öle und Fette zu bevorzugen. Auch ein bis zwei Fischmahlzeiten in der Woche sind empfehlenswert, genauso wie reichlich Getreideprodukte, am besten aus Vollkorn, und Kartoffeln sowie 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag.

Hintergrundinformation: Laut Statistischem Bundesamt war im Jahr 2003 jeder zweite Sterbefall auf Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems zurückzuführen. Ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten ist neben Alter und Körpergewicht eine hohe Cholesterolkonzentration im Blut. Besonders hoch ist das Risiko bei Personen, deren LDL-Cholesterol- und Triglyceridkonzentrationen erhöht sind und deren HDL-Cholesterolkonzentration niedrig ist, die rauchen, sich wenig bewegen, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck haben.

Je nach individuellem Risiko sind unterschiedliche Zielwerte zur Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten wünschenswert. Ist das Risiko beispielsweise bei einem Patienten mit Diabetes mellitus erhöht, so sollte die LDL-Konzentration am besten < 100 mg/dl liegen, um das risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu reduzieren.

Eine optimierte Fettzufuhr kann Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen. Wirksam ist dabei, die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, trans-Fettsäuren und Cholesterol zu verringern sowie die von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, insbesondere von langkettigen n-3 Fettsäuren, in der Nahrung zu erhöhen. Dies kann mit einer vollwertigen Ernährung nach den Empfehlungen der DGE erreicht werden:

  • Verzehren Sie Lebensmittel tierischer Herkunft wie Butter, Sahne und andere fettreiche Milchprodukte, Eier, Fleisch und Wurstwaren nur in Maßen. Sie enthalten viele gesättigte Fettsäuren und Cholesterol.
  • Lebensmittel mit gehärteten Fetten wie z. B. Gebäck, Snackartikel, frittierte Speisen und Blätterteig enthalten häufig auch viele trans-Fettsäuren. Sie sollten nur selten verzehrt werden.
  • Erhöhen Sie die Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren, indem Sie pflanzliche Öle und Fette (Ausnahmen sind Frittierfette wie Kokosfett) verwenden. Raps-, Walnuss- und Sojaöl und daraus hergestellte Streichfette sind besonders wertvoll.
  • Gute Lieferanten langkettiger n-3 Fettsäuren sind fettreiche Seefische wie Hering, Makrele oder Lachs - empfehlenswert sind ein bis zwei Seefischmahlzeiten pro Woche.
  • Wenn Sie gleichzeitig reichlich Kohlenhydrate aufnehmen, erleichtert das die Einhaltung einer moderaten Gesamtfettzufuhr. Kohlenhydratreiche Lebensmittel - insbesondere Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte - enthalten ähnlich Obst und Gemüse Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, denen ebenfalls eine Schutzwirkung zugesprochen wird.



 
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