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Dreidimensionale Lebens-
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Abbildung der dreidimensionalen Lebensmittelpyramide

DGE-aktuell
Aus dem Bereich: Presse

Beeinflusst Rauchen das Gewicht?
30.05.2006

DGE urteilt: Rauchen ist kein Mittel zur Gewichtsregulation!

DGE-aktuell 08/2006 vom 30.05.2006

(dge) "Reach for a Lucky instead of a sweet" - ganz im Sinne dieses ehemaligen Werbeslogans für Zigaretten sind viele Menschen der Meinung, durch das Rauchen ihre Nahrungsaufnahme und damit ihr Körpergewicht regulieren zu können. Zahlreiche Studien zeigen, dass Rauchverzicht tatsächlich zu einer Gewichtszunahme führen kann, wobei starke Raucher mehr Gewicht zugenommen haben als schwache Raucher. Gründe für die Gewichtszunahme nach Rauchverzicht liegen in der Wirkung des Nikotins. Nikotin steigert den Energieumsatz, hemmt den Appetit und fördert den Fettabbau.



Doch Rauchen ist kein Mittel zur Gewichtsregulation! Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) sind die Gesundheitsrisiken durch Rauchen wesentlich höher einzustufen als die einer Gewichtszunahme bei Rauchverzicht. Allein durch die Folgen des Tabakkonsums sterben in Deutschland schätzungsweise 110 000 bis 140 000 Menschen pro Jahr. Von den positiven gesundheitlichen Effekten eines Rauchstopps profitiert jeder Raucher, unabhängig von seinen bisherigen Rauchgewohnheiten. Eine bewusste Ernährungsweise und körperliche Aktivität können helfen, den Rauchverzicht zu erleichtern und das Körpergewicht zu halten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass Rauchverzicht die effektivste Maßnahme ist, mehr Lebensqualität zu erreichen und die Lebenserwartung zu steigern. Mit dem Weltnichtrauchertag macht die WHO jedes Jahr am 31. Mai auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam. In diesem Jahr steht er unter dem Motto "Tabak - Tödlich in jeder Form".

Hintergrundinformation: Das Rauchen ist in unserer Bevölkerung weit verbreitet - in Deutschland rauchte im Jahr 2003 fast jeder dritte Erwachsene. Rauchen beeinträchtigt nicht nur das Immunsystem und die gesundheitsbezogene Lebensqualität, Rauchen kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Hypertonie, Lungenentzündung, chronischer Bronchitis sowie bösartigen Tumoren führen. Rauchen ist die bedeutendste einzelne Todes- und Erkrankungsursache. Tabakentwöhnung hingegen ist mit einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustands verbunden.

Häufig wird die Sorge vor dem Zunehmen als ein Grund genannt, nicht mit dem Rauchen aufzuhören bzw. nach dem Aufhören wieder mit dem Rauchen anzufangen. In der Tat haben zahlreiche Studien gezeigt, dass Rauchverzicht zu einer Gewichtszunahme führen kann. Dafür gibt es u. a. folgende Gründe: Raucher haben einen höheren Energieverbrauch, da Nikotin die Verbrennung ankurbelt. Folglich ist nach einer Nikotinentwöhnung der Energieumsatz des Körpers gedrosselt. Nikotin scheint auch einen direkten Effekt auf das Fettgewebe zu haben, so dass sich bei Nikotinentwöhnung und gleich bleibender Energiezufuhr leichter Körperfett ansammeln kann. Verhängnisvoll kommt hinzu, dass nach Nikotinentwöhnung der Appetit, insbesondere auf Süßes, gesteigert sein kann und mehr gegessen wird.

Hat ein Raucher nur die Wahl zwischen den Gesundheitsrisiken des Rauchens oder denen einer Gewichtszunahme? Nein! Möglicherweise kann das Körpergewicht nach dem Rauchverzicht schnell ansteigen - in aller Regel pendelt es sich jedoch wieder auf einem niedrigeren Stand ein. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass Rauchverzicht im Durchschnitt auch nur zu einer relativ geringen Gewichtszunahme führen kann.

Exrauchern bzw. Personen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, empfiehlt die DGE eine ausgewogene, in der Anfangsphase des Nikotinverzichts auch energiereduzierte Mischkost:

  • Portionsgrößen zunächst reduzieren,
  • viel energiefreie bzw. energiearme Getränke wie Wasser, Kräuter- bzw. Früchtetee und Fruchtsaftschorlen trinken, möglichst auch direkt vor den Mahlzeiten
  • Fett und fettreiche Lebensmittel meiden,
  • reichlich Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte für eine gute Sättigung verzehren,
  • Heißhungerattacken, die einst mit einer Zigarette bekämpft wurden, durch die Aufnahme von Wasser bzw. von Obst, Gemüse oder fettarmen Milchprodukten dämpfen und
  • für Ablenkung durch Aktivitäten sorgen!



 
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