DGEInfo 08/2005 – Forschung, Klinik und Praxis
Relationship between Dementia and Nutrition-Related Factors and Disorders: An Overview
Dieser Bericht von Rossana Salerno-Kennedy, Department of Food and Nutritional Science, und Kevin D.
Cashman, Department of Medicine, University College, Cork, Ireland gibt einen kurzen
Überblick über die Hauptarten von Demenz und fasst die mit Ernährung in Verbindung
stehenden Faktoren und Störungen zusammen.
Auf die Entstehung einer Demenz haben viele Faktoren Einfluss. Die Ernährung ist ein
Faktor, der eine Rolle beim Beginn und dem Fortschreiten der Krankheit spielen kann. Eine optimale
Aufnahme von Nährstoffen schützt zwar nicht vor Demenz. Jedoch zeigen einige Studien, dass
eine unzureichende Nährstoffaufnahme, die insbesondere in der älteren Bevölkerung
auftritt, die Anzahl der Entwicklung einiger altersbedingter Krankheiten ansteigen lassen kann.
Eingeschlossen sind Krankheiten, die mit einer Verschlechterung kognitiver Fähigkeiten
einhergehen.
Studien zeigen, dass ein Mangel essenzieller Nährstoffe, wie Vitamine des B-Komplexes,
resultieren können in einer Hyperhomocysteinämie, einem bekannten Risikofaktor für
Atherosklerose, und kürzlich assoziiert wurde mit dem kognitivem Abbau im Alter und der
vaskulären Demenz. Ein Defizit an Antioxidanzien wie Vitamin E, C und β-Carotin, kann
ebenso eine Rolle bei einer kognitiven Beeinträchtigung spielen.
Die zitierten Studien zeigen, das ein hoher Fischverzehr das Risiko einer Demenz verringern
kann. Diskutiert werden ebenso positive Einflüsse von Zink sowie Selen und Eisen.
Auch ernährungsmitbedingte Erkrankungen wie Hypercholesterolämie, Bluthochdruck und Diabetes
können eine Rolle bei der kognitiven Beeinträchtigung spielen.
Die Autoren weisen darauf hin, dass diese Faktoren bereits lange bestehen können, bevor eine
kognitive Beeinträchtigung offensichtlich wird, so dass es wichtig ist, diese möglichst
frühzeitig aufzudecken und zu beheben.
Quelle: Int.J.Vitam. Nutr. Res 75 (2005) 83–98