Der Wissenschaft verpflichtet — Ihr Partner für Essen und Trinken
Startseite Unsere Medien können Sie über unseren Versandservice beziehen Impressum
 
Menu

DGEInfo

DGE-Newsletter
Newsletter Jetzt kostenlos anmelden!

DGE-Projekte

IN-FORM-Projekte

Fit im Alter FIT KID JOB&FIT Schuleplusessen

Projekte der DGE im Rahmen von „IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert durch das BMELV.


Dreidimensionale Lebens-
mittelpyramide
Abbildung der dreidimensionalen Lebensmittelpyramide

DGE-aktuell
Aus dem Bereich: Presse

Die Küche lebt - Im Sommer steigt die Salmonellengefahr
09.08.2005

DGE-aktuell 09/2005 vom 09.08.2005

(dge) Genüsslich zergeht das frisch zubereitete Tiramisu auf der Zunge. Niemand denkt in diesem Moment daran, dass sich dabei Krankheitserreger ihren Weg in den Darm bahnen könnten. Wer schon einmal eine Lebensmittelvergiftung hatte, weiß, wie elend man sich dabei fühlt. Gelegentlich wird in der Tagespresse darüber berichtet.



Da ist die Rede von kompletten Festgesellschaften, etlichen Bewohnern von Gemeinschaftseinrichtungen wie Altenheimen oder Gruppen von Schulkindern, die nach dem Genuss einer süßen Nachspeise an Durchfall oder Erbrechen erkranken. Salmonellen - so heißen die häufigsten Angreifer, mit denen sich noch rund 63.000 Deutsche im Jahr 2003 infizierten - auch wenn die Salmonellosen innerhalb der letzten zehn Jahre kontinuierlich zurückgingen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem Ernährungsbericht 2004 fest. Obwohl die Lebensmittelvergiftungen nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig sind, ist die Dunkelziffer hoch. Nicht jeder Durchfall ist so heftig, dass ein Arzt aufgesucht wird.

Vorsichtiger und hygienischer Umgang mit entsprechenden Lebensmitteln ist ein wirksamer Schutz. Betroffen sind vielfach rohes Hack- oder Geflügelfleisch, Eier und daraus weiterverarbeitete Lebensmittel wie Pudding, Cremes, Kuchen/Torten, Speiseeis, Fleischerzeugnisse, Geflügel- und Feinkostsalate. Trennen Sie deshalb - ganz besonders in den Sommermonaten - alle möglicherweise kontaminierten Lebensmittel von nicht-kontaminierten, reinigen Sie Hände, Messer, Schüsseln und verwendete Bretter nach der Zubereitung möglicherweise befallener Lebensmittel mit heißem Wasser. Achten Sie darauf, leicht verderbliche Speisen konsequent zu kühlen, d. h. diese sofort nach dem Kauf bzw. direkt nach der Zubereitung in den Kühlschrank zu stellen.

Hintergrundinformation: Infektionen mit Salmonellen, vor allem mit Salmonella Enteritidis, sind die häufigsten Lebensmittelinfektionen. Salmonellen sind Bakterien, die Magen-/Darmerkrankungen, meist begleitet von Durchfällen und Fieber, hervorrufen. Eine Infektion kann vor allem für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich verlaufen. Salmonellen kommen überwiegend in rohen tierischen Lebensmitteln vor, z. B. in rohem Geflügel- und Hackfleisch. Rohe Eier waren in den vergangenen Jahren eine Hauptinfektionsquelle. Inzwischen wurden sie von Masthähnchen, Geflügelfleisch und anderen Fleischsorten abgelöst.

Im privaten Haushalt verschleppen die Hände von Hausfrau oder -mann sowie die Arbeitsmaterialien in der Küche die Salmonellen leicht von befallenen auf nicht befallene Lebensmittel. Ein typisches Beispiel: Ein Geflügelschnitzel wird auf einem Arbeitsbrett gewürzt. Ohne die Hände zu waschen werden später auf demselben, nicht gespülten Arbeitsbrett Kartoffeln für den Salat geschnitten. Die Erreger gelangen so auf die Kartoffeln und vermehren sich dort, wenn sie noch einige Zeit bei Zimmertemperatur stehen bleiben. Über den Salat werden die Familie oder Gäste angesteckt. Achten Sie deshalb auf:

  1. Sorgfältigen Umgang mit tiefgekühltem Geflügel: im Kühlschrank in einem Gefäß auftauen. Das Tauwasser in den Ausguss schütten - und mit heißem Wasser nachspülen.
  2. Gründliches Händewaschen unter warmem, fließendem Wasser und Seife, insbesondere nach der Berührung von rohem Geflügelfleisch.
  3. Lebensmittel bei über 70 °C für mindestens 10 Minuten erhitzen, um die Salmonellen abzutöten.
  4. Frühstückseier: Das klassische 5-Minuten-Ei nicht abschrecken, damit die Hitze im Inneren noch nachwirken kann.
  5. Sauer zubereitete Lebensmittel wie Salate oder Sülzen, die mit Essig gewürzt sind, schützen vor der Vermehrung von Salmonellen. Im Sommer Kartoffelsalat besser mit Essig und Öl, als mit Majonäse zubereiten.
  6. Kochbare Küchentücher verwenden und häufig wechseln.



 
Verwandte Links
· Mehr zu dem Thema DGE-aktuell
· Nachrichten von graubner


Der meistgelesene Artikel zu dem Thema DGE-aktuell:
Eine runde Sache: Der neue DGE-Ernährungskreis


Einstellungen

Druckbare Version  Druckbare Version


Der Wissenschaft verpflichtet — Ihr Partner für Essen und Trinken   
Fit im Alter Logo Fitkid Logo Schule+Essen-Logo Jobfit-Logo
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. © 2008 DGE.