Nahrung und Verbrauch 12/2000
Polychlorierte Dibenzo-p-dioxine
und h-furane, "Dioxine", gelten schon in sehr geringen Konzentrationen als toxisch
und krebsfördernd. Als Teilergebnis einer breit angelegten Studie des Forschungsverbundes
der produktbezogenen Bundesforschungsanstalten des Bundesministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten, in der alle zur Dioxinaufnahme des Verbrauchers
wesentlich beitragenden Lebensmittel nach und nach untersucht wurden bzw. werden,
wurden nun die Ergebnisse für Fleisch und Fleischerzeugnisse vorgestellt.
Die Untersuchungen haben ergeben, dass Fleisch und Fleischerzeugnisse nur zu 13
% zur Gesamtdioxinaufnahme der Bundesbürger beitragen und nicht, wie bisher
angenommen, mit 30 %. Dabei wurde sowohl ein deutliches Nord-Süd-, als auch
Ost-West-Gefälle der Dioxinkontamination festgestellt. Die Dioxingehalte von
Schweine- und Rindfleisch unterscheiden sich signifikant: Schweinefleisch besitzt
deutlich die geringsten Toxizitätsäquivalente (TEQ). Rindfleisch enthält 0,46
ng TEQ/kg Fett, Schweinefleisch nur 0,07 ng TEQ/kg Fett, Putenfleisch liegt
dazwischen. Fleischerzeugnisse weisen etwas höhere Dioxingehalte auf als Schweinefleisch,
da zu ihrer Herstellung auch Rindfleisch verwendet wird und sie durch Verarbeitungsprozesse,
z. B. Räuchern, noch sekundär mit Dioxinen kontaminiert werden können.
Quelle: Fleischw 8 (2000) 75-79