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Dreidimensionale Lebens-
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Abbildung der dreidimensionalen Lebensmittelpyramide

DGE-aktuell
Aus dem Bereich: Presse

Ab wann ist Vollmilch für Säuglinge geeignet?
07.07.1998

DGE-aktuell 13/ 98 vom 07.07.1998

Einer Mutter, die ihr Baby nicht oder nicht mehr stillt, stellt sich die Frage, welche Nahrung für ihr Kind geeignet ist. Die Möglichkeiten für Muttermilchersatznahrungen reichen von industriell hergestellter Säuglingsmilchnahrung über Kuhmilch bis hin zur "Frischkornmilch" alternativer Kostformen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) urteilt: "Kuhvollmilch oder "Frischkornmilch" sind als Flaschennahrung für Säuglinge im ersten Lebensjahr ungeeignet. Stillt die Mutter ihr Baby nicht mehr, kommen in diesem Alter nur spezielle Säuglingsmilchnahrungen in Betracht. Ab dem sechsten Lebensmonat können geringe Mengen pasteurisierter oder H-Vollmilch in Form von Vollmilch-Getreide-Brei zugefüttert werden. Rohmilch, Vorzugsmilch sowie fettarme oder Magermilch sind für Säuglinge ungeeignet."



Muttermilch ist das ideale Lebensmittel für den Säugling. Manchmal ist es jedoch notwendig, auf Muttermilchersatznahrungen auszuweichen, etwa wenn die Milch der Mutter nicht oder nicht mehr ausreicht, um den Hunger des Babys zu stillen. Als Alternative zur Muttermilch können nur die im Handel erhältlichen Säuglingsmilchnahrungen empfohlen werden. Im Gegensatz zur Vollmilch oder der "Frischkornmilch" enthalten diese alle für die gesunde Entwicklung des Säuglings notwendigen Inhaltsstoffe. Ab dem sechsten Lebensmonat empfehlen die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und das Forschungsinstitut für Kinderernährung zusätzlich einen Vollmilch-Getreide-Brei, um eine ausreichende Calcium-Zufuhr sicherzustellen. Für die Selbstzubereitung dieses Breies werden 200 ml pasteurisierte oder H-Vollmilch mit 3,5 Prozent Fettanteil, 20 g Vollkorngetreideflocken und 20 ml reiner Orangensaft oder ein anderer Vitamin C-reicher Saft benötigt.Vertreter alternativer Kostformen behaupten häufig, "Frischkornmilch" sei das geeignete Nahrungsmittel, um die Muttermilch zu ersetzen. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) bergen die Ernährung des Säuglings mit Frischkornmilch, mit dem Getreidetrank "Kokkoh" der Makrobiotiker oder mit einer rein pflanzlichen Reismilch Gesundheitsrisiken für das Kind, denn Rohmilch und über Nacht eingeweichtes Getreide können krankheitserregende Keime enthalten. Diese Produkte belasten zudem Magen und Darm des Säuglings, da sich die Stärkeverdauung erst während des ersten Lebensjahres allmählich entwickelt.
Die von manchen Müttern im 2. Lebenshalbjahr bevorzugte "klassische" Milchflasche mit Vollmilch und Zusatz von Kohlenhydraten (z.B. Haferflocken oder Grieß) entspricht nicht mehr dem wissenschaftlichen Kenntnisstand, da diese Zubereitung für diese Altersgruppe z.B. zu viel Eiweiß und im Gegensatz dazu zu wenig Vitamine und Spurenelemente enthält.

Tips der DGE:

  • Verwenden Sie immer spezielle Säuglingsmilchnahrungen, wenn Sie Ihr Kind nicht mehr stillen wollen oder können.
  • Füttern Sie Ihr Baby erst ab dem sechsten Lebensmonat mit geringen Mengen an pasteurisierter Vollmilch oder H-Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 Prozent in Form einer Vollmilch-Getreide-Brei-Mahlzeit. So kann der Calciumbedarf des Säuglings gedeckt werden.
  • Geben Sie Vollmilch als Trinknahrung aus der Tasse erst nach dem ersten Lebensjahr. Vollmilch enthält für den Säugling zu viel Eiweiß und Mineralstoffe und zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Spurenelemente und ist daher nicht als Muttermilchersatz im ersten Lebensjahr geeignet.
  • Wenn ein oder beide Elternteile von einer Allergie betroffen sind, verwenden Sie Kuhmilch für Ihr Baby nur in Absprache mit dem Kinderarzt.



 
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