DGE - aktuell 10/2000 vom 11.4.2000
DGE-Broschüre mit Rezepten und Tipps erhältlich
In wenigen Tagen ist Ostern und der bevorstehende Karfreitag ist für viele Verbraucher
einen Anlass, Fisch zu essen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)
sind Fische - vor allem Seefische - ein idealer Lieferant für Jod und die lebenswichtigen
Omega-3-Fettsäuren. Die DGE meint: "Fisch sollte nicht nur Karfreitag auf dem
Speiseplan stehen. Wer ausreichend omega-3-Fettsäuren und Jod aufnehmen will, der sollte
mindestens einmal wöchentlich eine Seefischmahlzeit einplanen. Jodsalz und damit
hergestellte Lebensmittel sowie Öle, die reich an omega-3-Fettsäure sind, ergänzen die
Jod- und Omega-3-Fettsäure-Zufuhr optimal." Für den, der sich nicht so recht an
Fischgerichte herantraut, bietet die DGE-Broschüre "Vollwertig essen mit Fisch"
zahlreiche Tipps und Rezepte für das vollwertige Genießen mit Fisch.
Das vielfältige Angebot und die zahlreichen Zubereitungsarten von Fisch bieten
Abwechslung auf dem Speiseplan und eine leckere Alternative zu Fleischgerichten. Fisch
enthält neben Vitamin A, D und B-Vitaminen insbesondere das lebenswichtige Spurenelement
Jod, das Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist. Die Schilddrüsenhormone fördern das
Wachstum der Zellen, halten die Köpertemperatur konstant und beeinflussen zahlreiche
Funktionen des Stoffwechsels. Erhält die Schilddrüse nicht ausreichend Jod, gleicht sie
diesen Mangel durch Wachstum aus und es entsteht ein Kropf.
Je nach Sorte und Fettanteil haben insbesondere Seefische einen relativ hohen Gehalt an
Omega-3-Fettsäuren. Aus diesen lebensnotwendigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren
bildet der menschliche Körper Gewebshormone. Sie können den Blutfettspiegel und den
Blutdruck günstig beeinflussen und die Fließeigenschaft des Blutes verbessern. Des
weiteren können sie Ablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugen und das Risiko,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen, senken.
Tipps der DGE zum Umgang mit Fisch:
- Fisch ist frisch, wenn er eine leuchtende Haut hat, die mit einer wasserklaren Schleimschicht überzogen ist. Die Augen müssen prall und die Linsen gewölbt, die Kiemen hellrot leuchtend sein. Frischer Fisch und Fischfilets riechen nach Seetang. Ihr Fleisch ist fest und elastisch.
- Älteren Fisch erkennen Sie an einer blassen Farbe, einer trüben Schleimschicht,
dunkelrot bis bräunlich gefärbten Kiemen, trüben, eingefallenen Augen und dem
charakteristischen Fischgeruch.
- Bewahren Sie Frischfisch nicht länger als 1 Tag im Kühlschrank auf. Legen Sie ihn am
besten auf einer umgestülpten Untertasse in eine Metall-, Porzellan oder Glasschüssel
mit Klarsichtfolie abgedeckt, dann liegt er "trocken".
- Bereiten Sie Fisch immer nach der "3-S-Regel" zu: Säubern, Säuern, Salzen:
Waschen Sie den Fisch unter fließendem Wasser, trocknen Sie ihn ab, beträufeln Sie ihn
mit Zitronensaft oder Essig und salzen Sie erst unmittelbar vor der Zubereitung.
- Wer sich nicht so recht an Frischfisch traut oder wem die Zubereitung zu aufwendig ist,
für den gibt es an der Tiefkühltheke eine große Auswahl an fertigen tiefgefrorenen
Fischgerichten.
- Beachten Sie bei tiefgekühltem Fisch die vom Hersteller angegebenen Lagerungshinweise
und das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Tipps, Informationen sowie Rezeptideen bietet Ihnen die DGE-Broschüre "Vollwertig
essen mit Fisch". Bestellen Sie die Broschüre gegen einen Verrechnungsscheck über
8,00 DM (inklusive Versand) bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., Postfach
930201, 60457 Frankfurt a. M.
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